Kreis Viersen ist Praxispartner des Forschungsprojektes „MobiDik“

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Kreis Viersen ist Praxispartner des Forschungsprojektes „MobiDik“

Der Kreis Viersen beteiligt sich als Praxispartner am Projekt „Entwicklung einer Mobilen und Digital vernetzten Lernfabrik im Handwerk 4.0“ (MobiDik), das es sich zum Ziel gesetzt hat, Kompetenzen für digitale Arbeitsmethoden in das Handwerk zu bringen. Es entsteht im Rahmen dieses Forschungsprojektes ein Konzept, das zeigt, wie relevante Fähigkeiten in der Realität des Arbeitsalltags des Handwerks etwa auf einer Baustelleerlernet werden können. Das Projekt wird vom BMBF gefördert.

 Neben dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW und der Kreishandwerkerschaft Soest ist auch der Kreis Viersen Praxispartner für dieses Forschungsprojekt. Dadurch werden auch kleinere Organisation mit deren meist kleineren, ausführenden Unternehmen und dazugehörigen Anforderungen in diesem Projekt berücksichtigt. Der starke Fokus auf die Einsparung von Ressourcen im Forschungsprojekt erzeugt eine große Schnittmenge zu der Zielsetzung des Kreises in seinen Bauprojekten. Zum Einstieg des Kreises Viersen in das Forschungsprojekt hat die Forschungsgruppe des Projektes MobiDik im Anschluss eines Workshops auch gleich das Kreisarchiv in Viersen besichtigt.

Im Rahmen des Projekts hat sich ein interdisziplinäres Team gebildet, das seine jeweilige Expertise in verschiedenen Arbeitspaketen einbringt. Neben dem didaktischen Konzept wird auch ein mobiler Lernraum sowie die erforderlicher Hard- und Software aufeinander abgestimmt (durchgeführt von mpool consulting GmbH). Um den Anforderungen auf der Baustelle gerecht zu werden, werden Anwendungsfälle für die Nutzung von Augmented Reality entwickelt (RIF Institut für Forschung und Transfer e.V.). Die für den Bau erforderlichen Daten sollen in einer gemeinsamen Datenumgebung mit Hilfe einer auf der Blockchain basierenden Technologie gesammelt und nutzbar gemacht werden (NUCE Consulting GmbH). So soll die BIM-Methode und die darin gängige Verwendung von Kommentaren in den Gebäudemodellen auch auf die Mobiltelefone der Handwerker und somit auf die Baustellen gebracht werden. Dies soll helfen, mangelhafte Ausführung frühzeitig zu vermeiden. Durch Baumängel entstehen jedes Jahr etwa 11 Mrd. Euro Schaden und es entfallen etwa 7 Prozent (14 Mio. Tonnen) der Baustellenabfälle auf Falschlieferungen, Zerstörung oder andere Mängel. Mit Hilfe dieser Daten sollen neben der Verbesserung der Ausführungsqualität auch die organisatorischen Prozesse im Handwerk unterstützt werden (IGA mbH). Denn nur etwa 30 Prozent der Arbeitszeit gehen Handwerker derzeit überhaupt ihrer eigentlichen Tätigkeit nach. Ein Großteil der Arbeitszeit wird für z.B. Materialtransporte, Einkauf, Absprachen oder auch der Abrechnung der Bauleistungen aufgewendet.

Weitere Anwendungsfälle, welche im Rahmen des Forschungsprojektes in der gemeinsamen Datenumgebung integriert werden sollen, ist die modellgestützte Ökobilanzierung (ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH). Zudem entsteht ein Umweltrechtskonformitätsassistent durch die Circular Building UG, der während der Planung und des Betriebs dabei unterstützt die umweltrechtlichen Bestimmungen einzuhalten.

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