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VonBenedikt Giesbers

Neues Lichtkonzept für das Spielzeugmuseum des Niederrheinischen Freilichtmuseums

Auf Knopfdruck geht das Licht in der Manege des Zirkus Althoff an und die Zirkuswagen leuchten auf: Das umfangreiche Miniatur-Zirkusmodell ist eines der Highlights im Spielzeugmuseum des Niederrheinischen Freilichtmuseums in Trägerschaft des Kreises Viersen. Die Besucher können die Details – nicht nur im Zirkuszelt – nun noch besser sehen. Denn das gesamte Spielzeugmuseum hat ein modernes Lichtkonzept mit LEDs erhalten.

„Die Renovierung bringt viele Vorteile: Durch die LEDs ist es heller und die Besucher sehen deutlich mehr. Die Farben der Ausstellungsstücke wirken durch die hohe Farbwiedergabe deutlich besser und ein Verblassen ist ausgeschlossen. Und nicht zuletzt sind die Lampen effizienter: Das spart Energie und Stromkosten.“
Landrat Dr. Andreas Coenen.

Durch die neue Beleuchtung kann 70 Prozent der bisherigen Energie eingespart werden – die Kosten sinken um rund 4.000 Euro jährlich. „Die Renovierung war nötig, um das Lichtkonzept energetisch sowie technisch den heutigen Anforderungen anzupassen“, sagt Niklas Vath, Energiemanager im Gebäudemanagement des Kreises. Die neue LED-Beleuchtung besteht aus Panels, LED-Streifen, Spots und Strahlern. So kann jeder Ausstellungsbereich individuell beleuchtet werden. Per App können die Mitarbeiter jede Leuchte einzeln ansteuern und heller oder dunkler stellen – etwa, wenn einzelne Ausstellungsstücke ausgetauscht werden. „Durch die Ansteuerung einzelner Lampen können wir bei Führungen beispielsweise den Fokus auf bestimmte Vitrinen lenken“, sagt Museumsleiterin Anke Petrat.

Neue LEDs im Spielzeugmuseum

Auf Knopfdruck erhellen die neuen LEDs die Ausstellungsstücke

Die Kosten der Beleuchtungserneuerung belaufen sich auf rund 35.000 Euro. 25.000 Euro davon trägt die Sparkassenstiftung für Natur und Kultur Kreis Viersen der Sparkasse Krefeld.

„Die Stiftung Natur und Kultur Kreis Viersen hat das Freilichtmuseum gerne zum wiederholten Male aus ihren Erträgen unterstützt. Wir freuen uns, dass das nun sichtbare sehr ‘erhellende’ und erfolgreiche Ergebnis der neuen Beleuchtung künftig ein Gewinn für alle Besucher beim Betrachten der Exponate sein wird.”
Dr. Birgit Roos, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Krefeld

Das Spielzeugmuseum
Als „Museum im Museum“ zeigt das Spielzeugmuseum des Niederrheinischen Freilichtmuseums auf drei Etagen Spielzeug aus drei Jahrhunderten. Die Exponate sind in Themenbereiche gegliedert und zeigen Aspekte der Spielkultur. Die Ausstellungsstücke zeigen Typisches, Wertvolles, Seltenes, aber auch Unbekanntes, Selbstgemachtes und Überraschendes. Die Bandbreite reich von historischen Puppen und Fahrzeugen bis hin zu modernen Brett- und Computerspielen.

VonBenedikt Giesbers

Kreisarchiv nimmt weiter Form an – auch digital

Wer regelmäßig am Ransberg in Viersen vorbeikommt, dem ist der Baufortschritt des neuen Kreisarchives aufgefallen: Das Kellergeschoss ist fertiggestellt – jetzt nehmen die oberen Etagen Konturen an. Wie das fertige Gebäude aussehen wird, zeigt eine neue detailgetreue 3D-Visualisierung. Der Neubau des Kreisarchivs ist voll im Zeitplan. Die Wände des Untergeschosses stehen und die Bodenplatten sind abgedichtet. Auch die Stützen für die erste Etage des zentralen Archivgebäudes wurden errichtet.

„Das Gebäude nimmt immer mehr Form an. In den nächsten Monaten wird rund alle drei Wochen ein neues Geschoss entstehen. Mit dem komplett nachhaltigen und klimafreundlichen Bau beschreiten wir neue Wege. Dass uns das bisher so gut gelingt, ist nur durch die engagierte Zusammenarbeit aller Beteiligten möglich.“
Landrat Dr. Andreas Coenen

Bis Jahresende erfolgen die letzten Tiefbauarbeiten sowie die Fertigstellung der Fassade, des Klinkers und der Außenhaut. Im Frühjahr 2021 wird abschließend der Außenbereich angelegt. Im nächsten Sommer sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Innenansicht

So wird das neue Kreisarchiv von Innen aussehen.

Schon jetzt geben 3D-Visualisierungen des Neubaus realitätsnahe Einblicke in das fertige Gebäude. Durch die softwarebasierte Simulation von Geometrie, Materialeigenschaften und Belichtung entstehen mittels des sogenannten Architekturrenderings fotoähnliche Bilder. „Über die digitale Modellierung und das Zusammenspiel von Licht und Schatten fängt die Methode die Atmosphäre eines Gebäudes ein – und erweckt so einfache Skizzen und Grundrisse zum Leben“, erklärt Jörg Papenkort, Leiter des Gebäudemanagements Kreis Viersen.

Die 3D-Visualisierungen ergänzen den digitalen und nachhaltigen Ansatz des neuen Kreisarchivs. Um möglichst ressourcenschonend zu bauen, wurde für die Planung und Dokumentation über das das Building Information Modeling (BIM) ein „digitaler Zwillings“ des Gebäudes erstellt. Darüber hinaus entsteht der Neubau nach den Prinzipien der zirkulären Wertschöpfung: Im Sinne einer Kreislaufwirtschaft sind alle verwendeten Materialen rückbaubar und wiederzuverwenden.

VonBenedikt Giesbers

BIM-Konferenz des Kreises Viersen: Digital Planen und Bauen

In der letzten Woche fand die zweite Veranstaltung unserer BIM-Reihe im Kreishaus in Viersen statt. Unter dem Motto „Digital Bauen mit BIM: Digital Planen und Bauen“ kamen wir mit Architekten und Mitarbeitern der Planungsbüros zusammen, um uns zum Building Information Modeling auszutauschen. Aufgrund der Corona-Pandemie allerdings mit nur wenigen Gästen bei uns im Kreishaus, dafür aber mit vielen Interessierten per Livestream.

Obwohl die BIM-Methode viele Vorteile hat, sind wir als Kreis Viersen einer der wenigen Vorreiter hinsichtlich der Nutzung. Um einen Erfahrungsaustausch unter den Kommunen sowie die Verbreitung der Methode zu fördern, haben wir eben jene BIM-Reihe ins Leben gerufen. Im Dezember folgt eine dritte Veranstaltung – dieses Mal mit den Herstellern und ausführenden Firmen.

„Wir haben mit BIM durchweg positive Erfahrungen gemacht. Dieses Wissen geben wir gerne weiter. Aktuelle Themen und neue Technologien leben vom Austausch.“ (Landrat Dr. Andreas Coenen)

Innerhalb der BIM-Methode werden alle relevanten Bauwerksdaten digital erfasst, modelliert und kombiniert. Alle Fachplaner erstellen dazu Informationsmodelle, welche für die Koordination und Integration in nur einem Modell überlagert werden. Durch die strukturierte Erfassung aller relevanten Informationen entsteht ein „digitaler Zwilling“ des Gebäudes, der über den Bau hinaus auch für den Gebäudebetrieb nutzbar ist. Mit dem Kreisarchiv entsteht aktuell unser erstes Gebäude, das unter Anwendung dieser Methode geplant wurde.

Nachhaltiges Bauen ist ein zentrales Element unserer Klimastrategie – unter anderem mit dem Ziel, im Jahre 2040 als Kreisverwaltung klimaneutral zu sein.

VonBenedikt Giesbers

Länderübergreifende Elektromobilität: SHAREuregio Unplug&Go auf Tour

Seit zwei Jahren läuft das Pilotprojekt SHAREuregio. Das Ziel: Ein zukunftsweisendes, rein elektrisches Car- und Bikesharing-System zu entwickeln und in der Grenzregion zu etablieren. Vor einigen Tagen ging die Elektroflotte in den Niederlanden und Deutschland auf Roadshow und machte auch vor dem Kreishaus in Viersen Halt. Wir haben gemeinsam mit der Gemeinde Niederkrüchten und der Stadt Tönisvorst die ersten E-Fahrzeuge entgegengenommen. Für unseren Fuhrpark sind das zunächst drei E-Autos. Insgesamt kommen in beiden Ländern aber 40 E-Autos und E-Bikes zum Einsatz.

Gestartet war die Tour im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche. Für das Projekt haben wir uns mit den Städten Mönchengladbach, Roermond und Venlo zusammengeschlossen. Weitere Beteiligte sind die NEW AG und die FH Aachen.

SHAREuregio – Landrat Dr. Andreas Coenen mit einem der Fahrzeuge für den Kreis Viersen.

In den letzten beiden Jahren wurde hinter den Kulissen viel gearbeitet: Von der wissenschaftlichen Grundlagenarbeit und einer Machbarkeitsstudie über die Umrüstung der Fahrzeuge, die zukünftig nur per App bedient werden, bis hin zur Erarbeitung eines Geschäftsmodells und der Anpassung der jeweiligen Sharing- und Ladesysteme.

Wie geht es weiter? Nach einem erfolgreichen Start von SHAREuregio in Roermond, testen wir (zusammen mit Niederkrüchten und Tönisvorst) die E-Fahrzeuge als Teil unseres Fuhrparkes. Anschließend sollen auch alle Bürger abends und an den Wochenenden die Gelegenheit bekommen, das E-Auto für Fahrten zu nutzen.

VonNiklas Vath

Fahrrad-Parker in der Kreishaus-Tiefgarage

Seit ein paar Monaten sind 60 Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in der Tiefgarage und unter den Parkplatzeingängen vorhanden.

Abstellmöglichkeiten für Fahrräder

Durch die ADFC-zertifizierten Abstellanlagen werden Räder nun geordnet und platzsparend abgestellt. Durch 14 Anlehnbügel haben auch Fahrräder mit Gepäcktaschen, Körben oder Kisten genügend Platz und können trocknen sowie sicher abgestellt werden. Auch das Laden von E-Bikes ist durch fünf Steckdosen sichergestellt.

Wie unsere Fotos zeigen, werden die Fahrrad-Parker gerade in den sonnigen Monaten voll ausgenutzt. Immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fahren nun mit dem Rad zur Arbeit. Eine tolle Entwicklung!

VonNiklas Vath

Elektroladestationen in der Tiefgarage des Kreishauses

„Hier Strom tanken“ ist nun auch für Dienstfahrzeuge und Mitarbeiter-PKW´s mit Elektro- oder Hybridantrieb in der Tiefgarage des Kreishauses möglich.

Hierzu wurde zunächst eine großzügige Infrastruktur mit Trafostation sowie Stromverteilung errichtet. Anschließend konnten 16 Wallboxen mit je 22 kW an den Start gehen.

Aktuell sind 15 Wallboxen belegt, sodass in diesem Jahr noch auf 26 Ladestationen erweitert wird. Durch diese Lademöglichkeiten tragen wir zum Ausbau der Elektromobilität bei.

 

VonTeam-Gebaeudemanagement

Open-Space-Büro: IT-Ausstattung

Zu einer modernen Arbeitswelt gehören nicht nur ein innovatives Raumkonzept und die Nutzung nachhaltiger Möbel: Eine gute IT-Ausstattung und mobiles Arbeiten sind ebenfalls Teil davon.

Deshalb haben die Mitarbeitenden unserer Abteilung nun jeder ein eigenes Notebook mit Docking-Station erhalten, wodurch das Arbeiten an jedem Platz bzw. Ort (auch im Home-Office) technisch möglich ist. An den Arbeitsplätzen sind jeweils zwei 22-Zoll Monitore mit variabler Einstellung (Höhe, Abstand, Neigung) am Tisch befestigt. So können die Monitore leichter auf individuelle Bedürfnisse eingestellt werden.

Arbeitsplatz im Open-Space-Büro

Doch nicht nur an den Einzelarbeitsplätzen sind wir gut ausgestattet, sondern auch an den Besprechungstischen. Über beiden Besprechungstischen hängen jeweils 55-Zoll Fernseher, welche nun auch A0-Pläne, z.B. des Fachplaners, digital abbildbar machen.

Die Tische sind mit weiteren Anschlüssen für Strom, LAN und HDMI ausgestattet. Durch zwei WLAN-Hotspots ist auch eine kabellose Verbindung zu den Fernsehern und zum internen Kreis-Netzwerk möglich. Auch für externe Personen ist diese Verbindung nutzbar.

Ein Besprechungsbereich: Mit einem großen Bildschirm ausgestattet

Im nächsten Beitrag berichten wir, wie es ist, in einem Open-Space-Büro zu arbeiten.

 

VonBruno Wesch

Erste Konferenz „Kommunal bauen mit BIM”

 

Erste Konferenz „Kommunal bauen mit BIM – Digital und nachhaltig“

am 26. Februar 2020 im Forum Kreis Viersen

 

Die Moderation und charmante, informative Führung
durch die Gesamtkonferenz übernahm Conny Czymoch.
Conny Czymoch – moderation.mediencoaching.engagement –
ist eine unabhängige und international tätige Moderatorin und Journalistin und im Konferenzthema sehr bewandert.

 

 

Landrat Dr. Coenen verwies in seiner Begrüßung auf die nachhaltige Klimastrategie des Kreises mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2040. In diesem Zusammenhang ist BIM ein wichtiger Baustein. Der Kreis Viersen hat sich bei dem Planen und Bauen von öffentlichen Gebäuden dem Building Information Modeling und der zirkulären Wertschöpfung verschrieben. Mit drei Pilotprojekten, zunächst dem bereits im Bau befindlichen Neubau des Kreisarchivs und den in Planung befindlichen Projekten eines Straßenverkehrsamts und einer Förderschule, sammelt der Kreis Viersen Erfahrungen mit der Implementierung von Building Information Modeling (BIM) in kommunaler Verantwortung. Die Pilotprojekte sollen auch die Verantwortlichen in den Kommunen dazu anregen, sich mit einem verantwortungsvollen und damit zukunftsorientierten Umgang mit Ressourcen zu   befassen. “Ohne BIM geht es nicht“ stellte er die Wichtigkeit der Umsetzung von neuen digitalen Prozessen im kommunalen Umfeld dar.

 

Das dieses Thema auch in NRW eine große Rolle spielt, machte Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung NRW in ihrer Eröffnungsrede zur Konferenz deutlich. Besonders hob sie die Einzigartigkeit und den Umsetzungswillen des Kreises Viersen hervor, gleich zwei wichtige Themen (BIM / Zirkuläre Wertschöpfung) in NRW nach vorne zu bringen. Wichtig ist eine praktische Umsetzung: „Einfach mal machen“. „Wenn man sich auf neue Wege begibt, darf man auch Fehler machen und daraus lernen“, mit diesen Worten machte sie in Anwesenheit von Landrat Dr. Andreas Coenen den einhundert Teilnehmern Mut. Die geänderten klimatischen Rahmenbedingungen stellen auch eine neue Herausforderung an moderne ressourcenschonende Bauweisen dar. „Wir bauen für den Menschen“ hob sie die Erfüllung von Nutzeranforderungen hervor.

 

 

 

Annette von Hagel, Geschäftsführender Vorstand re!source Stiftung e.V. war eigens aus Berlin angereist um zum Thema “Ohne Dokumentation geht es nicht” auf die Wichtigkeit einer umfassenden und aussagekräftigen Dokumentation der verbauten Materialien und deren geplanter Wiederverwendung zu referieren.  „Das Bauen an sich muss sich nachhaltig ändern“ mit diesen Worten macht Frau von Hagel auf die Einführung neuer Konzeptionen, aussagekräftigerer Dokumentationen und einer innovativen Produktgestaltung aufmerksam. Bereits im Bestand verbaute Ressourcen müssen besser genutzt werden.

Besonderer Grund ihrer Anreise war auch die persönliche Überreichung der Mitgliedsurkunde der   re!source Stiftung e.V. an Landrat Dr. Coenen. Wie aktuell sich der Kreis Viersen mit diesem Thema befasst, zeigt die Nummer 1 der Mitgliedsurkunde. Durch die Mitwirkung in der Arbeitsgruppe 4 – zum Thema „Dokumentation“ fließen praktische Erfahrungen durch den Kreis in die Stiftungsarbeit ein.

 

 

 

Bruno Wesch, Leiter des Gebäudemanagement Kreis Viersen, erläuterte in seinem Vortrag die wesentlichen Vorteile dieser digitalen Arbeitsmethode. Erst mit dem „Digitalem Zwilling“ virtuell und dann real bauen ist eine wichtige Grundvoraussetzung um Fehler und entsprechende Kostenüberschreitungen zu vermeiden.

„Einfach mal machen! BIM braucht PRAXIS-ANWENDUNG!“ mit diesen Worten unterstreicht er die Notwendigkeit BIM im kommunaler Anwendung. Mit „BIM – Keep it simple“ und „BIM – Kommunal“ möchte Herr Wesch die Konferenzteilnehmer zum kommunalen Austausch motivieren.

 

 

 

In den anschließenden drei runden Tischen konnten sich die Teilnehmer der ausgebuchten Fachtagung über die praktische Anwendung von BIM informieren.

1. Runder Tisch: Hier informierte Jan van der Fels (BIM-Manager, Kreis Viersen) über Planung und Bau des Kreisarchivs. Hierbei stellte er im Detail die gewonnenen Erfahrungen durch den ersten Einsatz der BIM-Methode bei der Planung des Kreisarchives vor. Auch die Vorteile eines 3D-Scan im Bestand wurden seinerseits erläutert.

 

 

2. Runder Tisch: Seine erste BIM – Planung einer kommunalen Immobilie stellte Alexander Döring (plancom GmbH, Elektrotechnik) vor. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat man im laufenden Projekt die Möglichkeiten vom BIM schnell erkannt. Der in den ersten Leistungsphasen höhere Aufwand wird in der weiteren Bearbeitung minimiert, da die Grundlagen bereits einen sehr hohen Detailierungsgrad besitzen. Vorteilhaft war aus seiner Sicht der kooperative Umgang, den er bisher im Projekt erfahren hat.

3. Runder Tisch: Über nachhaltiges Bauen mit BIM im Holzbau informierte Markus Derix (W. u. J. Derix GmbH & Co., Holzleimbau). Wir stellen konstruktive Brettschichtholz-Träger her, die in der Regel für großformatige Dachtragwerke für Hallenkonstruktionen eingesetzt werden. Heute liegt der Produktionsschwerpunkt auf dem Produkt „X-Lam“. Hierunter versteht man großformatige Platten mit denen komplette Gebäude errichtet und die als Wand-, Decken- und Dachplatten genutzt werden können. Die Produktion erfolgt über CNC-Maschinen, die ihre Daten aus den BIM-Modellen erhalten. „Durch den Einsatz von BIM, auch auf Bauherren und Planer Seite, wächst eine kooperative Zusammenarbeit“, sagt Markus Derix „Vorher sehen, was man hinterher bekommt“. Besonderes Augenmerk legt die Firma Derix jedoch auf die Nachhaltigkeit ihrer Produkte und der Produktion, sowie deren Wiederverwendungsmöglichkeit.

 

Bei einer Meinungsumfrage unter den Beteiligten stellte sich z.B. heraus, dass man sich von der Arbeit mit dem „digitalen Zwilling“ vor allem eine Optimierung im Betrieb und eine bessere Dokumentation erwartet. Auf die Frage, was Kommunen daran hindert, mit BIM anzufangen, antworteten 81 Prozent, dass dies an fehlendem Wissen und Personal liege. Die dringendste Aufgabe für den kommunalen Bauherrn sei neben dem Klimaschutz die Betreiberverantwortung.

 

Vor allem – und das zeigten auch die intensiven Gespräche und Diskussionen während der Konferenz, die am 10. Juni 2020 und 30. September 2020 fortgeführt wird – liegt den kommunalen Entscheidern an einem intensiven Erfahrungsaustausch.

An dieser Stelle noch ein besonderer Dank an die Organisation und Betreuung der Fachtagung durch Martina und Michael Schütz (Congress und Presse).

  

Voranmeldungen zu den beiden vorgenannten Fachkonferenz können bereits jetzt unter https://congressundpresse.de/kontakt/ erfolgen.

Impressionen zur ersten BIM – Konferenz finden Sie hier:

Alle Fotos dieses Blogbeitrages  © Henning Angerer

VonLandrat Dr. Andreas Coenen

Klimastrategie des Kreises Viersen

Auch wir im Kreis Viersen sehen und fühlen die Folgen des Klimawandels. Wer erinnert sich nicht an die heißen Tage im Sommer 2019? In der Stadt Tönisvorst kletterte das Thermometer Ende Juli sogar auf rekordverdächtige 41,2 Grad Celsius. Solche Wetterextreme sind glücklicherweise noch nicht an der Tagesordnung. Doch sie sind bereits Folgen des Klimawandels, denn die Jahresmitteltemperatur steigt und somit werden auch Wetterextreme wahrscheinlicher. Von 1880 bis 2018 hat sich die Jahresmitteltemperatur in der Stadt Tönisvorst um knapp 1,5 Grad Celsius erhöht.

Sichtbar wurde der Klimawandel im Sommer 2019 auf unseren Wiesen und an unseren Bäumen. Blätter vertrockneten und Wiesen waren wochenlang nicht grün. Mit einer solchen Trockenheit hatten die Menschen im Kreis Viersen bereits 2018 zu kämpfen und so ist es kein Wunder, dass der Grundwasserspiegel sank und unsere heimische Landwirtschaft Ernteausfälle zu beklagen hatte.

Es ist mir persönlich, vor allem aber auch als Landrat des Kreises Viersen, schon seit längerer Zeit ein großes Anliegen, in Sachen Klimaschutz konkrete Maßnahmen zu ergreifen und umzusetzen. Nachhaltigkeit und Klimaschutz gehen dabei oftmals Hand in Hand. Im Kreis Viersen wollen wir nicht nur reden, sondern handeln. Aus diesem Grund haben wir eine Klimastrategie des Kreises Viersen erstellt.

Wir wollten eine Klimastrategie erarbeiten, mit der unsere gesamte Verwaltung klimafreundlicher werden kann. Das haben wir geschafft. Konkret bedeutet das: Die Kreisverwaltung Viersen wird bis spätestens 2040 klimaneutral sein, ihre CO2-Emissionen auf null reduzieren. Ein ambitioniertes Ziel! Aber wir wollen uns messbar machen, unseren Willen beweisen und Vorbild für andere Kommunen sein.

Außerhalb des Kreishauses, externer Einrichtungen und weiterer Liegenschaften hört unser Engagement nicht auf: Gemeinsam mit interessierten Kommunen aus unserem Kreis planen wir weitere Klimaschutzprojekte und setzen Maßnahmen um.

In den kommenden Wochen werden wir Ihnen die einzelnen Aspekte unserer Klimastrategie hier auf unserem Blog vorstellen. Auch, wie wir unser 2040-Ziel erreichen möchten. Schauen Sie vorbei und erfahren Sie mehr über Klimaschutz im Kreis Viersen.

VonTeam-Gebaeudemanagement

Open-Space-Büro: Deckengestaltung

Manchmal muss man seinen Blick nach oben richten, um besondere (Bau-)Elemente zu entdecken. So auch in unserem Open-Space-Büro.

Nicht über jedem Arbeitsplatz oder Aufenthaltsbereich sieht die Decke gleich aus. Die verbaute Akustikdecke schafft unterschiedliche Strukturen aufgrund verwendeter Elemente. So werden verschiedene Zonen und Arbeitsbereiche auch in der Decke sichtbar. Arbeitsbereiche haben eine etwas andere Deckenstruktur, als die kommunikativen Bereiche.

Ein Blickfang ist die Ellipse über der Couch in einem der Kommunikationsbereiche des Open-Space-Büros.

Deutlich sichtbar: Die rote Ellipse.

Über den Arbeitsbereichen sieht die Decke anders aus:

Akustikdecke im Open-Space-Büro

Als technische Abteilung war es für uns selbstverständlich, auch die Technik mit Verkabelung, Trägern und Verschraubungen an der grau gesprühten Decke sichtbar zu lassen.

Weiß, Rot und Grün: Moderne Decke im Büro

In unserem nächsten Beitrag stellen wir Ihnen unsere IT-Ausstattung vor.