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VonAbfallbetrieb des Kreises Viersen

Kreis Viersen geht den Mehrweg

Abfallbetrieb des Kreises Viersen fördert Mehrweglösungen im gastronomischen Bereich

Abfallvermeidung ist das höchste Ziel des europäischen Abfallrechts. Diesem Ziel hat sich auch der Abfallbetrieb des Kreises Viersen (ABV) verschrieben. Deswegen liegt ein Schwerpunkt in der Abfallberatung auf dem Thema Abfallvermeidung.

Mit dem Projekt „Kreis Viersen geht den Mehrweg – Gehen Sie mit!“ hat sich der ABV dem Müllproblem aufgrund der Einwegverpackungen im Bereich Speisen und Getränke „to go“ angenommen. Durch Coffee-to-go-Becher und Pizzakartons überfüllte öffentliche Straßenpapierkörbe zählen leider oft zum alltäglichen Stadtbild und gehen einher mit Entsorgungskosten von jährlich circa 8,30 Euro pro Bürgerin und Bürger. Dabei gibt es mittlerweile Alternativen, zum Beispiel Mehrweg-Pfandsysteme für den Außer-Haus-Verkauf!

Studien zeigen, dass Pfandsysteme besser angenommen werden, wenn die Rückgabe flächendeckend möglich ist. Um dies zu erreichen, fördert der ABV die Einführung eines einheitlichen Mehrweg-Pfandsystems. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten des DEHOGA Nordrhein e.V. und der IHK Mittlerer Niederrhein traf der ABV in den vergangenen Monaten im Rahmen eines mehrstufigen Auswahlprozesses eine Vorauswahl von drei Mehrweganbietern. Bei einer Online-Informationsveranstaltung stellten die Mehrweganbieter ihre Mehrwegsysteme vor. Außerdem informierte der ABV über die ab 2023 geltende Mehrwegangebotspflicht. Danach hatten die Teilnehmenden aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie, Bäckerei, Fast-Food, Catering und Lebensmitteleinzelhandel die Möglichkeit, die Mehrwegbehältnisse auf Herz und Nieren zu prüfen. 19 Betriebe beteiligten sich am Ende an der Abstimmung und sprachen sich dabei mehrheitlich für das Mehrweg-Pfandsystem des Anbieters RECUP aus. Als besonders wichtig empfanden die Teilnehmenden beispielsweise Nutzerfreundlichkeit, einfaches Handling und übersichtliche Kostenstruktur.

Seit dem 1. März können Betriebe aus dem Kreis Viersen, die sich dem Mehrweg-Pfandsystem RECUP anschließen, beim ABV eine finanzielle Unterstützung beantragen. Diese besteht in der Übernahme der Systemgebühren für drei Monate. Das Mehrweggeschirr von RECUP wird anstelle von Einwegbehältnissen gegen ein Pfand von 1 Euro pro Becher und 5 Euro pro Schüssel an die Kundinnen und Kunden ausgegeben. Es kann bei allen teilnehmenden Partnerbetrieben wieder zurückgegeben werden.

Christian Böker, Betriebsleiter des ABV, betont:

„Die Entscheidung, sich diesem Mehrweg-Pfandsystem anzuschließen oder eine andere Mehrweglösung zu wählen, steht selbstverständlich jedem Unternehmen frei. Wir hoffen natürlich trotzdem auf eine rege Beteiligung, um den Mehrweg im Kreis Viersen erfolgreich beschreiten zu können. Jede eingesparte Einwegverpackung ist auch ein Beitrag zum Klimaschutz!

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Weg zur Förderung sowie den Förderantrag und alle weiteren wichtigen Informationen bekommen Interessierte unter www.kreis-viersen.de/mehrweg oder unter 02162-39-1998 oder unter abfallberatung@kreis-viersen.de.

VonNiklas Vath

Niederrheinisches Freilichtmuseum vermeidet 16,2 Tonnen CO2-Emissionen

Teilnahme am Projekt ÖKOPROFIT schont Klima und Kosten

Einsparungen von 32.000 Kilowattstunden Energie, 9.500 Euro und 300 Kubikmeter Wasser sowie die Vermeidung von 16,2 Tonnen CO2-Ausstoß – das ist die jährliche Bilanz des Niederrheinischen Freilichtmuseums des Kreises Viersen seit der Teilnahme am Projekt ÖKOPROFIT.

Bei ÖKOPROFIT handelt es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen dem Kreis Viersen, den Städten und Gemeinden im Kreis sowie der örtlichen Wirtschaft. Ziel des Projekts ist es, Unternehmen und soziale sowie kulturelle Einrichtungen bei der Senkung der Betriebskosten durch Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen zu unterstützen. Das Niederrheinische Freilichtmuseum war Teil der Projektrunde 2020/2021.

„Der Klimawandel ist längst kein abstraktes Phänomen mehr, sondern auch bei uns am Niederrhein spürbar. Daraus ergibt sich auch für uns als Kreis die Pflicht, klimagerecht zu handeln und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen. Im Rahmen von ÖKOPROFIT hat das Kreismuseum daher verschiedene Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit im Museumsbetrieb umgesetzt. Dazu gehören die Umrüstung der Museums-Beleuchtung auf LED, die Einrichtung eines Brunnens auf dem Museumsgelände zur Bewässerung der Grünflächen oder die Digitalisierung des Rechnungsworkflows und Faxempfangs.

Ein weiterer Schritt hin zu mehr Klimaschutz wurde durch den Bau einer eigenen Photovoltaik-Anlage gemacht. Mithilfe der Anlage auf dem Schleppdach des Spielzeugmuseums werden jährlich rund 20.000 Kilowattstunden Strom produziert, der zu 95 Prozent selbst vom Freilichtmuseum verbraucht wird. „Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von fünf 4-Personen-Haushalten. Die Bilanz aller Maßnahmen zeigt deutlich, dass sich Klimaschutz lohnt“, hebt Niklas Vath, Energiemanager des Kreises Viersen, hervor.

„Als Bildungs- und Kultureinrichtung ist uns im Niederrheinischen Freilichtmuseum besonders auch der pädagogische Aspekt der Umweltbildung wichtig. Deshalb möchten wir, dass die Sensibilisierung von Kindern und Erwachsenen für Themen wie Umweltschutz, Klima und Nachhaltigkeit auch langfristig einen festen Platz im museumspädagogischen Angebot des Museums findet“, so Anke Petrat, Leiterin des Niederrheinischen Freilichtmuseums.

VonPressestelle

Kreis Viersen nutzt Madaster-Plattform und geht nächsten Schritt im Sinne der Kreislaufwirtschaft

Der Kreis Viersen nutzt zukünftig die Madaster-Plattform, um Neubauten und Bestand im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu dokumentieren. Dabei wendet der Kreis die Planungs- und Koordinationsunterstützung durch Building Information Modeling (BIM) an. Die Realisierung kreislauffähiger Gebäude sowie die Wiederverwendung von Materialien wird so weiter gefördert. Madaster ist das globale Kataster für Materialien, Gebäude und Infrastrukturen.

Der Kreis Viersen baut nach den Prinzipien der zirkulären Wertschöpfung. Als erstes Projekt wird das Kreisarchiv am Ransberg in Viersen nach diesen Grundsätzen gebaut. Alle Baustoffe und Einrichtungsgegenstände sollen wiederverwendbar sein, das Gebäude wird zeitweise mehr Energie erzeugen als es verbraucht. In einem weiteren Schritt werden die eingebauten Materialien und Bauteile nun auf Madaster – dem digitalen Kataster für Materialien – gespeichert. Dieser Prozess wird durch die konsequente Anwendung von BIM in allen Neubauten des Kreises erleichtert.  Madaster bietet einen automatischen BIM-Upload, sodass die Informationen des Architekten und Planers direkt auf Madaster gespeichert und hinsichtlich CO2-Emissionen, Zirkularität und Rohstoff-Wert analysiert und berichtet werden können.

Madaster schafft Transparenz über Materialwerte und bietet eine vertrauenswürdige Datenquelle. Gleichzeitig etabliert sie ein Ökosystem, das auf Marktplätzen Produkte, Architekten, Projektentwickler, Banken, Asset Manager und die öffentliche Hand zusammenbringt. Alle Akteure können sich einbringen und ihre Dienste über die Plattform zugänglich machen.

„Mit dem Bau des Kreisarchivs in Viersen übernimmt der Kreis Viersen Verantwortung gegenüber kommenden Generationen. Neben dem Erhalt von Vergangenem setzt das Archiv auch ein Zeichen für die Zukunft. Auf der deutschen Seite der Grenze haben wir in unserer Region den notwendigen Wandel für den Erhalt unserer Umwelt eingeleitet. Mit seiner ausdrucksstarken Architektur und konsequenten Ausrichtung an den Prinzipien der zirkulären Wertschöpfung ist das neue Kreisarchiv wegweisend”, so Landrat Dr. Andreas Coenen.

„Ohne allgemein verfügbare Informationen zu den verbauten und in Zukunft wiederverwendbaren Baustoffen kann weder ein Markt für Sekundärbaustoffe entstehen noch eine Transformation der Bauwirtschaft im Sinne einer zirkulären Wertschöpfung gelingen. Dabei ist der Erhalt unserer Baustoffe und der enthaltenen Energie von essentieller Bedeutung, um die nationalen und internationalen Klimaziele zu erreichen. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit Madaster für uns ein großer Schritt vorwärts”, sagt Jan van der Fels, BIM-Manager beim Kreis Viersen.

„Es freut uns sehr, dass mit dem Kreis Viersen ein Vorreiter beim Thema Kreislaufwirtschaft und BIM aus der öffentlichen Hand die Madaster-Plattform nutzt, um Materialien und Bauteile zu dokumentieren.  Im Neubau können wir so Gebäude zu Materialbanken und im Bestand das anthropogene Lager, also die urbane Mine sichtbar machen.“ Dr. Patrick Bergmann, Geschäftsführer Madaster Germany.

Über den Kreis Viersen

Der Kreis Viersen liegt als Landkreis an der niederländischen Grenze zwischen den Städten Venlo und Düsseldorf. Bereits 2017 ist die Entscheidung gefallen den Neubaus des Kreisarchivs strategisch für eine Wiederverwendung der enthaltenden Stoffe zu gestalten. Um eine konsequente Wiederverwendung der in seinen Gebäuden gebundenen Materialien umzusetzen, setzt der Kreis Viersen auf digitale Arbeitsmethoden. Damit zeigt der Kreis Viersen, das BIM und die bereits von der EU forcierte „Circular Economy“ nicht erst Themen der Zukunft sind.

Über Madaster

Madaster ist die globale Online-Plattform, die den zirkulären Einsatz von Produkten und Materialien in der Bauwirtschaft ermöglicht. Die Madaster-Plattform bietet Immobilieneigentümern und anderen Stakeholdern die Möglichkeit, Daten ihrer Immobilien zu speichern, zu verwalten, anzureichern und auszutauschen. Madaster verarbeitet automatisch IFC-Dateien (BIM-Software) und reichert diese mit Daten aus anderen öffentlichen und nicht-öffentlichen Quellen an. Madaster schafft Transparenz über Materialwerte durch die Erstellung von Materialpässen. Die Plattform generiert Einblicke in die finanzielle Bewertung, den gebundenen Kohlenstoff, die Toxizität und das Wiederverwendungspotenzial der verwendeten Materialien, Komponenten und Produkte. Die Datensicherheit, der Datenschutz und die Verfügbarkeit werden von einer unabhängigen Stelle, der Stichting Madaster Foundation, überwacht.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Madaster Germany GmbH, Dr. Patrick Bergmann, media@madaster.de, +49 (0)172 76 95 009, www.madaster.de.

VonPressestelle

HBN Best-Practice-Besuch: Das neue Kreisarchiv Viersen wird gesund und nachhaltig gebaut

Wie wird gesundes Bauen in der Praxis angewendet? Das zeigte das Healthy Building Network bei einem weiteren Best-Practice-Besuch im Rahmen von HBN on tour. Rund 100 Vertreter aus der Baubranche von Architekt bis Zimmermann nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort das kurz vor der Fertigstellung stehende neue Archiv des Kreises Viersen anzusehen und sich über Holzkonstruktionen, Lehmbaustoffe und Heizen mit Eis zu informieren.

„Das Gebäude, seit 20217 geplant, wird nach den Prinzipien der zirkulären Wertschöpfung gebaut“, betonte Landrat Dr. Andreas Coenen bei der Baustellenführung. Die öffentliche Hand als wichtiger Bauträger habe eine Vorbildfunktion und zeige mit dem Bau des Kreisarchivs, dass es möglich sei, gesund, nachhaltig und zu bauen. „Dieses Gebäude verbraucht kein Gas, nicht einmal Pellets“, sagte der Landrat.

Energetisch versorgt wird das neue Kreisarchiv mit einer Kombination aus Kraftdach, Eisspeicher und Brunnenanlage, erläuterte Architekt Bernd Volkenannt. Er listete die besonderen Anforderungen an ein Archiv auf: kontinuierliche Temperatur, konstanten Feuchtigkeitsgehalt, schwere Lasten. Zudem, so Volkenannt, galt es, gute Arbeitsplätze zu schaffen, die Prozesse zu optimieren und die Wahrnehmung des Archivs in der Öffentlichkeit zu verbessern.

Die künftigen Besucher können sich über ein lichtdurchflutetes Erdgeschoss mit Foyer, Café und Lesesaal freuen. Den eigentlichen Mittelpunkt des Gebäudes bildet aber ein massiver viergeschossiger, fensterloser Magazinkubus, eine Art Wehrturm („Berfes“), dessen Klinker aus einem Fabrikabbruch aus der Region stammen. Hier werden künftig die eigentlichen Archivalien aufgehoben.

Verwendet wurde für das Archiv viel Holz, die Innenwände wurden als Lehm-Trockenbau errichtet. Für den rauen Gussasphaltboden wurde Recyclingmaterial verwendet. Der erste Spatenstich fand im Januar 2020 statt, die Fertigstellung ist für Frühjahr 2022 geplant.

VonPressestelle

Kreis Viersen ist Praxispartner des Forschungsprojektes „MobiDik“

Der Kreis Viersen beteiligt sich als Praxispartner am Projekt „Entwicklung einer Mobilen und Digital vernetzten Lernfabrik im Handwerk 4.0“ (MobiDik), das es sich zum Ziel gesetzt hat, Kompetenzen für digitale Arbeitsmethoden in das Handwerk zu bringen. Es entsteht im Rahmen dieses Forschungsprojektes ein Konzept, das zeigt, wie relevante Fähigkeiten in der Realität des Arbeitsalltags des Handwerks etwa auf einer Baustelleerlernet werden können. Das Projekt wird vom BMBF gefördert.

 Neben dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW und der Kreishandwerkerschaft Soest ist auch der Kreis Viersen Praxispartner für dieses Forschungsprojekt. Dadurch werden auch kleinere Organisation mit deren meist kleineren, ausführenden Unternehmen und dazugehörigen Anforderungen in diesem Projekt berücksichtigt. Der starke Fokus auf die Einsparung von Ressourcen im Forschungsprojekt erzeugt eine große Schnittmenge zu der Zielsetzung des Kreises in seinen Bauprojekten. Zum Einstieg des Kreises Viersen in das Forschungsprojekt hat die Forschungsgruppe des Projektes MobiDik im Anschluss eines Workshops auch gleich das Kreisarchiv in Viersen besichtigt.

Im Rahmen des Projekts hat sich ein interdisziplinäres Team gebildet, das seine jeweilige Expertise in verschiedenen Arbeitspaketen einbringt. Neben dem didaktischen Konzept wird auch ein mobiler Lernraum sowie die erforderlicher Hard- und Software aufeinander abgestimmt (durchgeführt von mpool consulting GmbH). Um den Anforderungen auf der Baustelle gerecht zu werden, werden Anwendungsfälle für die Nutzung von Augmented Reality entwickelt (RIF Institut für Forschung und Transfer e.V.). Die für den Bau erforderlichen Daten sollen in einer gemeinsamen Datenumgebung mit Hilfe einer auf der Blockchain basierenden Technologie gesammelt und nutzbar gemacht werden (NUCE Consulting GmbH). So soll die BIM-Methode und die darin gängige Verwendung von Kommentaren in den Gebäudemodellen auch auf die Mobiltelefone der Handwerker und somit auf die Baustellen gebracht werden. Dies soll helfen, mangelhafte Ausführung frühzeitig zu vermeiden. Durch Baumängel entstehen jedes Jahr etwa 11 Mrd. Euro Schaden und es entfallen etwa 7 Prozent (14 Mio. Tonnen) der Baustellenabfälle auf Falschlieferungen, Zerstörung oder andere Mängel. Mit Hilfe dieser Daten sollen neben der Verbesserung der Ausführungsqualität auch die organisatorischen Prozesse im Handwerk unterstützt werden (IGA mbH). Denn nur etwa 30 Prozent der Arbeitszeit gehen Handwerker derzeit überhaupt ihrer eigentlichen Tätigkeit nach. Ein Großteil der Arbeitszeit wird für z.B. Materialtransporte, Einkauf, Absprachen oder auch der Abrechnung der Bauleistungen aufgewendet.

Weitere Anwendungsfälle, welche im Rahmen des Forschungsprojektes in der gemeinsamen Datenumgebung integriert werden sollen, ist die modellgestützte Ökobilanzierung (ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH). Zudem entsteht ein Umweltrechtskonformitätsassistent durch die Circular Building UG, der während der Planung und des Betriebs dabei unterstützt die umweltrechtlichen Bestimmungen einzuhalten.

VonPressestelle

VHS-Vortrag: Die Windenergie – Teil der Energiewende

Die klimatischen Ereignisse der letzten Jahre lassen eindeutig erkennen, dass die Erde und dadurch unsere Lebensgrundlagen durch den vom Menschen erzeugten Klimawandel erheblich verändert werden. Um diese Veränderungen zumindest in Grenzen zu halten, ist eine Wende der traditionellen Energietransformationen unausweichlich. Dabei müssen vor allem die Industriestaaten der „ersten“ Welt beispielhaft vorangehen. Die Nutzung der Windenergie ist in diesem Zusammenhang ein essentieller Baustein der „Energiewende“. Der Vortrag gibt einen Überblick über die aktuelle Situation im Kreis Viersen und informiert über Genehmigungsfragen, Planungsgrundlagen sowie Positionen von Gegnern und Befürwortern.

Wann? Donnerstag, 9. Dezember von 19:00 Uhr – 21:15 Uhr

Wo? Burse der Propsteigemeinde, An Sankt Marien 15, 47906 Kempen

Mehr Infos unter: https://www.kreis-viersen-vhs.de/index.php?id=3&kathaupt=11&knr=T720402&fbclid=IwAR3OQU70XVjUeWWQ2axqsKeeclLQ-GDqZvdN-yHAuM2quh8m9jwj9csFzsY

VonPressestelle

3. C2C Congress in Mönchengladbach

Am 4. November fand in Mönchengladbach der 3. Cradle to Cradle Congress 2021 statt. Thematische Schwerpunkte der letzten Etappe in der Kaiser-Friedrich-Halle waren insbesondere die städtische und regionale Entwicklung und der Beitrag der kommunalen Akteure zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft nach Cradle to Cradle.

Rund 150 Teilnehmende vor Ort sowie etwa 200 Teilnehmende im Live-Stream nahmen an der Veranstaltung teil, die auch in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft der Bundesumweltministerin Svenja Schulze stand. Neben Berichten zu ersten Erfahrungen und Erfolgen berichteten Unternehmen und Kommunen von Bauprojekten, aber auch zum Vorgehen C2C-gerechter Beschaffung von beispielsweise Schreibwaren und Verbrauchsgütern oder der Ausschreibung von Reinigungsleistung.

Im Rahmen des Kongresses stellte die Gastgeberin, die Cradle to Cradle NGO, auch die in einem zweijährigen Prozesse erarbeitete HandreichungC2C im Bau: Orientierung für Kommunen“ vor. Gemeinsam mit der NORDAKADEMIE hat die C2C NGO die Inhalte konzeptioniert und unter Mitwirkung vieler ehrenamtlicher Autoren und fachlich Mitwirkender die wichtigsten Informationen zu diesem Thema Zusammengetragen. Die Besonderheit dieser Publikation ist die Veröffentlichung in Form einer Internetpräsenz, die so den Leserinnen und Lesern einen leichten Zugang zu dem Gebiet und den anstehenden Aufgaben ermöglicht. Der Leitfaden soll künftig stetig weiterentwickelt werden. Zu finden ist die Handreichung unter: www.C2C-bau.org

„Die kommunalen Gebietskörperschaften können als Bauherr, Genehmigungsbehörde und in der Stadtplanung die notwendige Transformation zu einer echten Kreislaufwirtschaft nach Cradle to Cradle vorantreiben“, weiß Projektmanagerin Lena Junker von der C2C NGO. „Kommunen sind aber nicht nur in einer Vorbildfunktion, sondern profitieren selbst in urbanen Räumen und vor allem auch in ländlichen Regionen von dem Ansatz C2C. Denn durch den Fokus auf Qualität für eine echte Kreislaufführung schon beim Design von Produkten anstatt, dass über ein Recycling erst nach ihrer Nutzung nachgedacht wird, wird die hochwertige Wiederverwendung von Ressourcen ermöglicht. Dies entkoppelt das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch und wertet die Lebensräume der Bevölkerung auf. Daher haben wir auch das Netzwerk Cradle to Cradle Regionen gegründet“, ergänzt Lorena Zangl, Referatsleiterin für Kommunale Entwicklung bei der C2C NGO.

 „Dieses Engagement ist absolut begrüßenswert und im Rahmen dieser sehr gelungenen Veranstaltung gleichsam erfrischend“, lobt Jan van der Fels, BIM-Manager beim Kreis Viersen und ergänzt: „Sehr gerne habe ich daher stellvertretend für den Kreis Viersen bei der Handreichung für die Kommunen mitgewirkt und schätze die gegenseitige Unterstützung.“

 

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Produkte im Kreislauf – Das Cradle to Cradle Designkonzept

Online-Vortrag der Kreisvolkshochschule Viersen

Das Cradle to Cradle® Designprinzip hat die Natur zum Vorbild: Ziel ist es, nicht nur negative Einflüsse zu minimieren, sondern einen positiven Fußabdruck zu hinterlassen. So entstehen Produkte, Prozesse, Gebäude und Städte, die sicher für den Menschen, gesund für die Umwelt und erfolgreich für die Wirtschaft sind. Dieses Prinzip wurde beispielsweise beim Bau des Stadthauses in Venlo verfolgt. Auch das neue Kreisarchiv in Viersen wird nach dem Prinzip der Zirkulären Wertschöpfung errichtet – einem ähnlichen Ansatz.

Doch wie genau funktioniert das C2C beim Planen und Bauen? Wie schafft man es, die Materialien so zu erfassen, dass sie auch in Jahren noch nutzbar sind? Wie gestaltet man Gegenstände so, dass sie überhaupt wieder auseinander genommen werden können? Wie lässt sich C2C zu Hause verwirklichen? Und wie viel kostet das Ganze?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Online-Vortrag der Kreisvolkshochschule am Donnerstag, 11. November, um 19 Uhr mit anschließender Diskussion.

Der Referent, Professor Karl Koltze lehrt an der Hochschule Niederrhein im Bereich Konstruktionslehre und Textilmaschinenbau. Er ist Mitglied der Cradle to Cradle NGO Regionalgruppe Düsseldorf.

Anmeldungen über kreis-viersen-vhs.de, vhs@kreis-viersen.de oder 02162 93480.

Rückfragen und Pressekontakt: Markus Wöhrl, Fachbereichsleiter Umwelt und Gesundheit, Tel.: 02162-9348-34, E-Mail: markus.woehrl@kreis-viersen.de

VonPressestelle

VHS-Veranstaltung „Fridays for Future: moralischer Fortschritt oder der große Zeigefinger?“

Vortrag mit Diskussion der Kreisvolkshochschule Viersen

Zu den populärsten Personen der Gegenwart gehört zurzeit die schwedische Klimaaktivistin und Vordenkerin Greta Thunberg. In der von ihr initiierten Bewegung „Fridays for Future“ formierten sich global Tausende von Schüler*innen. Im Mittelpunkt eines Vortrags bei der Kreisvolkshochschule Viersen stehen das Profil, die Entstehung und die Perspektiven der Protestbewegung in Deutschland. Aber auch die Rolle von Medien und Politik. Darüber hinaus werden offene ethische und sozialpolitische Fragen, wie zum Beispiel: „Haben zukünftige Generationen absolute Rechte? Wie viele Lasten muss die gegenwärtige Generation für das Wohl künftiger Generationen schultern? Kann man von Schwellenländern fordern, ihre Entwicklung zu verlangsamen, um Klimaschutz zu betreiben?“ kontrovers diskutiert.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 23. September 2021, um 19:30 Uhr im Gemeindezentrum der Thomaskirche, Wachtendonker Straße 4, in Kempen statt. Der Eintritt ist frei. Referent Dr. Jens Korfkamp hat Sozialwissenschaften an der Gerhard-Mercator-Universität-GH Duisburg studiert und im Fach Politologie an der Goethe Universität in Frankfurt/Main promoviert. Nach Tätigkeiten bei verschiedenen Forschungs- und Bildungsinstitutionen leitet er seit 2001 die Verbandsvolkshochschule Rheinberg.

Anmeldungen über kreis-viersen-vhs.de, vhs@kreis-viersen.de oder 02162 93480.

Rückfragen und Pressekontakt: Markus Wöhrl, Fachbereichsleiter Umwelt und Gesundheit, Tel.: 02162-9348-34, E-Mail: markus.woehrl@kreis-viersen.de

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Nachhaltig bauen mit Holz – Ein Praxisbericht

VHS-Vortrag über nachhaltigen Eigenheimbau

Das herkömmliche Bauen mit Beton verbraucht sehr viel CO2 – vor allem bei der Zementproduktion. Das Bauen mit zertifiziertem Holz gilt da als nachhaltige Alternative. In den vergangenen 20 Jahren hat der Bau mit Holzelementen große technologische Fortschritte gemacht. Inzwischen werden ganze Bürogebäude und Hotels aus Holz gebaut.

Und wie kann man privat mit Holz bauen? Damit beschäftigt sich ein Vortrag der Kreisvolkshochschule Viersen am Donnerstag, 9. September, um 19 Uhr im Berufskolleg Viersen-Dülken. Architekt Tim Witte wollte Vorbild sein und hat sein eigenes Wohnhaus aus Holz gebaut. Er zeigt, welche Möglichkeiten das Bauen mit Holz bietet und welche Vorteile es für die Bewohner*innen und die Umwelt hat. Seine Überzeugung: „In einer Zeit, da immer mehr Bauträger ganze Wohnsiedlungen, mit immer den gleichen Haustypen vermarkten, liegt es auf der Hand, mit Holz und verantwortungsvoll zu bauen.“ Der Referent arbeitet als Architekt im Korschenbroich Architekturbüro ottenarchitekten. Als überzeugter Vertreter nachhaltiger und visionärer Architektur baute er  ein Mehrgenerationenhaus in Holzmassivbauweise.

Die Veranstaltung findet in der Cafeteria des Berufskollegs Viersen, Nikolaus-Groß-Straße 7, statt.

Anmeldungen über kreis-viersen-vhs.de, vhs@kreis-viersen.de oder 02162 93480.

Rückfragen und Pressekontakt: Markus Wöhrl, Fachbereichsleiter Umwelt und Gesundheit, Tel.: 02162-9348-34, E-Mail: markus.woehrl@kreis-viersen.de