Kategorien-Archiv Nachhaltigkeit

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VHS-Veranstaltung „Bauen mit Lehm“: Unternehmensbesichtigung von Claytec

Fast alle Veranstaltungen der Nachhaltigkeitsreihe „Zukunftsfragen – Zukunft wagen!“ der Kreisvolkshochschule Viersen mussten in diesem Semster ausfallen. Eine Exkursion kann nun aber noch stattfinden: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchen die Firma CLAYTEC in Viersen-Boisheim. Sie produziert und vertreibt seit mehr als 35 Jahren Baustoffe aus Lehm. Entstanden ist CLAYTEC aus einem Handwerksbetrieb.

Bei der Unternehmensbesichtigung erklärt Geschäftsführer Maximilian Breidenbach, wie Lehmputze aus natürlichen Bestandteilen hergestellt werden – in heimischen Lagern und Produktionsstätten. Von der Gewinnung, über die Veredlung, vom Einbau über die Nutzung bis hin zur erneuten Nutzung irgendwann gilt: Für kaum ein anderes Baumaterial wird so wenig Energie aufgewendet. CO2-Emissionen entfallen bei Lehm nahezu, seine Festigkeit und Bindekraft gibt die Natur gratis.

Die Exkursion ist entgeltfrei und beginnt am Freitag, 18. Juni, um 17 Uhr bei der Firma Claytec, Nettetaler Straße 113 in Viersen-Boisheim. Anmeldungen sind erforderlich über kreis-viersen-vhs.de, vhs@kreis-viersen.de oder 02162 93480. Es herrscht Maskenpflicht.

Ihr Ansprechpartner bei Rückfragen:

Markus Wöhrl
Fachbereichsleiter Umwelt und Gesundheit
Tel.: 02162 9348-34
E-Mail: markus.woehrl@kreis-viersen.de

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Wie sich im Kreis Treibhausgase einsparen lassen

Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, Tipps zu geben

Wie kann der Kreis Viersen zukünftig Treibhausgase vermeiden? Um diese Frage zu beantworten, setzen der Kreis, die Städte Tönisvorst und Viersen sowie die Gemeinden Brüggen, Grefrath, Niederkrüchten und Schwalmtal auf die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger sowie auf die Hilfe von Vereinen und Unternehmen.

Der Kreis und die Kommunen schreiben bis zum nächsten Jahr gemeinsam mit der energielenker projects GmbH ihr integriertes Klimaschutzkonzept fort. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie anderer Akteure im Kreis spielen bei der Erarbeitung des Konzepts eine wichtige Rolle.

Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es, Maßnahmen für die Einhaltung des 1,5 Grad Ziels entsprechend des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, Weltklimarat) zu formulieren und konkrete Potenziale zur Reduzierung von Treibhausgasen im Kreis zu heben. Ergänzt wird das übergeordnete Ziel durch die jeweiligen Beschlüsse zum Klimaschutz in den teilnehmenden Kommunen.

Dafür ist auch eine sechswöchige Online-Beteiligung vorgesehen. Hierzu ist die Öffentlichkeit aufgerufen, vom 19. Mai an bis zum 30. Juni Potenziale für Maßnahmen zum Klimaschutz – wie der Einsparung von Treibhausemissionen – auf der interaktiven Karte zu lokalisieren und identifizieren. Neben der Öffentlichkeit sind auch die lokalen Akteure aus der Wirtschaft, aus Vereinen und der Zivilgesellschaft aufgerufen, ihre Ideen online einzubringen. Landrat Dr. Andreas Coenen sowie die Bürgermeisterin und die Bürgermeister der Städte Viersen und Tönisvorst sowie der Gemeinden Brüggen, Grefrath, Niederkrüchten und Schwalmtal rufen zum Mitmachen auf.

„Klimaschutz geht uns alle an. Darum ist es auch so wichtig, dass sich die Menschen vor Ort mit eigenen Ideen einbringen. Wir hoffen auf rege Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger, der Vereine und Unternehmen an unserem Onlineprojekt.“ Landrat Dr. Andreas Coenen

Auf der Karte können Markierungen gesetzt und Hinweise gegeben werden, wo im Kreisgebiet Potenziale zur Einsparung von Treibhausgasen liegen oder Maßnahmen für mehr Klimaschutz möglich sind. Dazu zählen unter anderem Ideen zum Ausbau der erneuerbaren Energien, Vorschläge zu Beratungsangeboten oder Hinweise auf Potenziale in der Mobilität. Zusätzlich steht unter der Karte auch ein Eingabefeld für allgemeine Anregungen zur Verfügung. Themen zum Umweltschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel (zum Beispiel Starkregen, Hitze, Schottergärten, Blühstreifen, Biodiversität etc.) sind nicht Bestandteil der Onlinebeteiligung.

Im Nachgang der Onlinebeteiligung werden die Eingaben gesichtet und ausgewertet. Die Anregungen fließen dabei in die Erarbeitung des Konzeptes ein. Das Klimaschutzkonzept wird einen Maßnahmenkatalog enthalten, den der Kreis sowie die Städte und Gemeinden nach der Beschlussfassung umsetzen möchten.

Link zur Onlinekarte: www.kreis-viersen.de/klimaschutz

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Sickerwassertank auf der Deponie Viersen I aufgestellt: Optimierungsmaßnahmen liegen im Zeitplan

Die Arbeiten des Kreises Viersen auf der Deponie Viersen I im Stadtteil Viersen-Bockert schreiten zügig voran. Zuletzt wurde der neue Sickerwassertank auf der Betriebsfläche aufgestellt. Damit befindet sich die Optimierung der Deponie im Zeitplan. Der neue Sickerwassertank ersetzt das bisherige Becken, das erneuerungsbedürftig war.

„Der aufgestellte Sickerwassertank stammt ursprünglich von der Deponie Hillenkamp in Elmpt. Da er dort nicht mehr benötigt wurde, wird er nun am neuen Standort weiterverwendet. Das spart zusätzliche Ressourcen.“    Christian Böker, Betriebsleiter des Abfallbetriebs des Kreises Viersen (ABV).

Durch die neue Oberflächenabdichtung fällt auf der Deponie zudem weniger Sickerwasser an. Die Optimierung der Deponie findet in mehreren Teilabschnitten statt. Dabei spielt neben technischen und wirtschaftlichen Gründen auch der Klimaschutz eine entscheidende Rolle. Geplant ist unter anderem die Modernisierung der Gastechnik durch eine neue Schwachgasanlage. Diese wird voraussichtlich Anfang Februar unter Einsatz eines Krans angeliefert und aufgebaut. In Kombination mit der optimierten Oberflächenabdichtung wird durch die neue Anlage deutlich weniger klimaschädliches Methangas freigesetzt. Für die Maßnahme erhält der Kreis Viersen Fördermittel des Bundes aus der Nationalen Klimaschutzstrategie.

Die Optimierung der Deponie ist Bestandteil der Klimaschutzstrategie des Kreises. Die Arbeiten dauern voraussichtlich zwei Jahre.

 

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Kommunal betreiben mit BIM: Dritte BIM-Konferenz richtet sich an Hersteller und Firmen

Nachhaltige Ressourcennutzung, Kreislaufwirtschaft und zirkuläres Wirtschaften: Das waren die beherrschenden Themen der dritten Konferenz „Kommunal betreiben mit BIM – Digital und nachhaltig“, die der Kreis Viersen am 9. Dezember ausrichtete. Der Fachtag richtete sich thematisch an Hersteller und ausführende Firmen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten die Tagung per Livestream verfolgen.

Building Information Modeling – kurz „BIM“ – ist ein Verfahren, das die Planungsphase des Bauens verbessert. Innerhalb der BIM-Methode werden alle relevanten Bauwerksdaten digital erfasst, modelliert und kombiniert. Alle Fachplaner erstellen dazu Informationsmodelle, welche für die Koordination und Integration in nur einem Modell überlagert werden. Durch die strukturierte Erfassung aller relevanten Informationen entsteht ein „digitaler Zwilling“ des Gebäudes, der über den Bau hinaus auch für den Gebäudebetrieb nutzbar ist.

Aktuell plant und baut der Kreis Viersen mehrere Gebäude unter Anwendung der BIM-Methode und den Maßgaben des zirkulären Bauens. Dazu gehören neben dem geplanten Neubau eines Straßenverkehrsamtes und einer Förderschule auch das zurzeit im Bau befindliche Kreisarchiv. Das Gebäude verwendet unter anderem erdberührte Dämmung und speichert thermische Energie in Kombination mit Wärmepumpen und Photovoltaik. Eine Holzkonstruktion sorgt für CO2-Bindung und steht als Langzeitspeicher für Wärme und Feuchtigkeit zur Verfügung. Die Fassade besteht aus gebrauchten Ziegeln.

Bei der zirkulären Wertschöpfung müssen die verwendeten Produkte im Hinblick auf Energieaufwand und CO2-Ausstoß kreislauffähig sein und das Gebäude von der Planung über Bau und Betrieb betrachtet werden. „Dabei müssen auch die Kosten für den Lebenszyklus in den Blick genommen werden. Betriebs- und Nutzungskosten betragen das acht- bis neunfache der Baukosten.“ Jan van der Fels, BIM-Manager beim Kreis Viersen

Eine Modellrechnung der Lebenszykluskosten bei konsequenter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und zirkulärer Wertschöpfung zeigt: Im Vergleich zu Bauprojekten mit herkömmlicher Bauweise und Baukosten in Höhe von 15 Millionen Euro, können mit den genannten Faktoren bis zu sieben Millionen Euro eingespart werden.

Im Rahmen der Konferenz kamen unterschiedliche Experten zu Wort. Die Baubranche verbrauche in Deutschland rund 60 Prozent aller Ressourcen und verursache gleichzeitig etwa 60 Prozent des gesamten Abfallaufkommens. Darauf verwies der Diplom-Ingenieur Dirk Klöpper vom IBB Westfalen, ein An-Institut der Fachhochschule Münster, in seinem Beitrag. „Mit Hilfe von BIM kann die Ressourceneffizienz durch eine lückenlose Dokumentation entlang des Lebenszyklus von Materialien, Konstruktionen, Schadstoffen und Veränderungen gesteuert werden“, so Klöpper.

Der Beitrag des Sachverständigen Diplom Ingenieurs Hans-Peter T. Dahlheimer widmete sich unter anderem der digitalen Bestandsaufnahme und Dokumentation von zu begutachtenden Gebäuden. In Zusammenarbeit mit Diplom Ingenieur Milos Mikasinovic von NUCE Digital Dynamics und Thomas Godau von PLANxD zeigte Dahlheimer anhand eines Querschnittmodells einer Mühle beispielhaft auf, welche Rohstoffe oder Maße dem Gebäude zu Grunde liegen. Die Daten eines Scans und eines Drohnenflugs ermöglichen in diesem Fall die Erstellung eines Leistungsverzeichnisses und dienen als Grundlage für die spätere Sanierung.

Tim Schäfer von der Firma P&Z mit Sitz in Viersen setzt sich mit Nachdruck für das Recycling und die Wiederverwertbarkeit von Ressourcen ein. In seinem Impulsvortrag plädierte Schäfer unter anderem für die Schließung der Stoffkreisläufe, die Nutzung von regenerativen Energien und anderen wiederverwertbaren Materialien.

Dass die durch die Corona-Pandemie ausgelöste Digitalisierungswelle auch vor dem Handwerk nicht Halt macht, beweist Nils Koch to Krax. Er stellte das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk als Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ vor. Verschiedene Module bieten Handwerksunternehmen dort Entscheidungsgrundlagen an, zum Beispiel durch Strategieworkshops. Darüber hinaus stellte Koch to Krax den „DigII_Campus – Das Bauhandwerk der Zukunft“ vor, der Azubis die Digitalisierung, Nachhaltigkeit und soziale Kompetenzen mit Veranstaltungen, Workshops, Prozessschulungen und Begleitung näherbringen will.

VonPressestelle

Eisspeicher versorgt neues Kreisarchiv nachhaltig mit Energie

Auf der Baustelle des neuen Kreisarchivs am Ransberg in Viersen ist eine zweite Baugrube entstanden: Darin verbirgt sich der Eisspeicher – das Herz der nachhaltigen Energieversorgung für das gesamte Archivgebäude. 250 Kubikmeter Wasser fasst der 4,50 Meter hohe und 9,40 Meter im Durchmesser große Betonkübel an der Stirnseite des Gebäudes.

Landrat Dr. Andreas Coenen nutzte bei einem Baustellenbesuch die Gelegenheit, einen Blick auf den Eisspeicher zu werfen, bevor dieser mit Erde bedeckt wird.

„Allein die Größe des Eisspeichers und die dahinterstehende Technik aus der Nähe zu sehen, ist eindrucksvoll. Hier wird sichtbar, dass wir innovative, nachhaltige Lösungen für die Energieversorgung des Kreisarchivs gefunden haben“, sagt Dr. Coenen.

Jan van der Fels koordiniert als Fachmann für Building Information Modeling (BIM) des Kreises Viersen die digitale Planung des Kreisarchivs. Er erklärt die nachhaltige Technik:

„Vereinfacht ausgedrückt: Der Eisspeicher funktioniert in etwa wie ein überdimensionaler Kühlschrank – er gibt überschüssige Wärme aus dem Inneren des Gebäudes nach außen ab.“

Über Leitungs-Spiralen im Eisspeicher kann dem Wasser Energie entzogen oder zugeführt werden: Ist es im Kreisarchiv zu warm, wird die überschüssige Energie in den Eisspeicher geleitet, um sie dort zu speichern. Das Eis taut auf. Wird Wärme im Kreisarchiv benötigt, gefriert das Wasser zu Eis und die freiwerdende Energie fließt ins Gebäude. Die Firma Metternich Haustechnik GmbH aus Windeck führt die Arbeiten aus.

Auch in anderen Gewerken schreiten die Arbeiten voran: Von außen ist bereits die imposante Holzumrundung zu sehen. Holzbau Krogmann aus Lohne verbaut Elemente, die die Firma Derix aus Niederkrüchten gefertigt hat. Im Außenring des Gebäudes richtet der Kreis Viersen Lesesäle und Büros ein.

Der Kubus in der Mitte des Gebäudes, in dem die Archivalien untergebracht werden, erhält eine Fassade aus Klinkersteinen. Hier sind sind das Viersener Bauunternehmen Solbach sowie BS Bau aus Erkelenz beauftragt. Die roten Ziegelsteine stammen aus Gründen der Nachhaltigkeit von abgerissenen Gebäuden aus der Region.

„Der schonende Umgang mit Ressourcen ist zentraler Baustein unserer Klimastrategie“, sagt Landrat Dr. Coenen. „Dass die Kombination zudem sehr gut aussehen wird, lassen die ersten Arbeiten bereits erkennen.“

Landrat Dr. Andreas Coenen (l.) und Jan van der Fels vom Gebäudemanagement des Kreises Viersen an der Baustelle des großen Eisspeichers, der das neue Kreisarchiv mit Energie versorgen wird. Foto: Kreis Viersen / Abdruck honorarfrei

VonBenedikt Giesbers

Neues Lichtkonzept für das Spielzeugmuseum des Niederrheinischen Freilichtmuseums

Auf Knopfdruck geht das Licht in der Manege des Zirkus Althoff an und die Zirkuswagen leuchten auf: Das umfangreiche Miniatur-Zirkusmodell ist eines der Highlights im Spielzeugmuseum des Niederrheinischen Freilichtmuseums in Trägerschaft des Kreises Viersen. Die Besucher können die Details – nicht nur im Zirkuszelt – nun noch besser sehen. Denn das gesamte Spielzeugmuseum hat ein modernes Lichtkonzept mit LEDs erhalten.

„Die Renovierung bringt viele Vorteile: Durch die LEDs ist es heller und die Besucher sehen deutlich mehr. Die Farben der Ausstellungsstücke wirken durch die hohe Farbwiedergabe deutlich besser und ein Verblassen ist ausgeschlossen. Und nicht zuletzt sind die Lampen effizienter: Das spart Energie und Stromkosten.“
Landrat Dr. Andreas Coenen.

Durch die neue Beleuchtung kann 70 Prozent der bisherigen Energie eingespart werden – die Kosten sinken um rund 4.000 Euro jährlich. „Die Renovierung war nötig, um das Lichtkonzept energetisch sowie technisch den heutigen Anforderungen anzupassen“, sagt Niklas Vath, Energiemanager im Gebäudemanagement des Kreises. Die neue LED-Beleuchtung besteht aus Panels, LED-Streifen, Spots und Strahlern. So kann jeder Ausstellungsbereich individuell beleuchtet werden. Per App können die Mitarbeiter jede Leuchte einzeln ansteuern und heller oder dunkler stellen – etwa, wenn einzelne Ausstellungsstücke ausgetauscht werden. „Durch die Ansteuerung einzelner Lampen können wir bei Führungen beispielsweise den Fokus auf bestimmte Vitrinen lenken“, sagt Museumsleiterin Anke Petrat.

Neue LEDs im Spielzeugmuseum

Auf Knopfdruck erhellen die neuen LEDs die Ausstellungsstücke

Die Kosten der Beleuchtungserneuerung belaufen sich auf rund 35.000 Euro. 25.000 Euro davon trägt die Sparkassenstiftung für Natur und Kultur Kreis Viersen der Sparkasse Krefeld.

„Die Stiftung Natur und Kultur Kreis Viersen hat das Freilichtmuseum gerne zum wiederholten Male aus ihren Erträgen unterstützt. Wir freuen uns, dass das nun sichtbare sehr ‘erhellende’ und erfolgreiche Ergebnis der neuen Beleuchtung künftig ein Gewinn für alle Besucher beim Betrachten der Exponate sein wird.”
Dr. Birgit Roos, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Krefeld

Das Spielzeugmuseum
Als „Museum im Museum“ zeigt das Spielzeugmuseum des Niederrheinischen Freilichtmuseums auf drei Etagen Spielzeug aus drei Jahrhunderten. Die Exponate sind in Themenbereiche gegliedert und zeigen Aspekte der Spielkultur. Die Ausstellungsstücke zeigen Typisches, Wertvolles, Seltenes, aber auch Unbekanntes, Selbstgemachtes und Überraschendes. Die Bandbreite reich von historischen Puppen und Fahrzeugen bis hin zu modernen Brett- und Computerspielen.

VonPressestelle

Papieratlas: Kreis Viersen spart sieben Tonnen CO2 durch Recyclingpapier

Der Papieratlas 2020 würdigt den Kreis Viersen für seinen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz. Durch den Einsatz von Recyclingpapier mit dem Gütesiegel „Blauer Engel“ konnten die CO2-Emissionen des Kreises im Jahr 2019 um fast sieben Tonnen reduziert werden. Mit dem weitgehenden Verzicht auf Frischfaserpapier wurden außerdem mehr als 1,3 Millionen Liter Wasser und rund 260.000 Kilowattstunden Strom eingespart. Landrat Dr. Andreas Coenen wurde als einer von zwölf Landräten in ganz Deutschland für sein persönliches Engagement ausgezeichnet. Er verwendet für die externe und interne Kommunikation ausschließlich Recyclingpapier.

„Der Kreis Viersen arbeitet stetig daran, seinen ökologischen Fußabdruck zu verringern. Die schrittweise Umstellung auf eine papierlose Arbeitsweise und die Verwendung von umweltfreundlichem Papier in der Verwaltung sind ein wichtiger Teil der Klimastrategie des Kreises Viersen. Das Thema Nachhaltigkeit ist mir aber auch persönlich ein Anliegen. Daher freue ich mich umso mehr über die Auszeichnung.”

Landrat Dr. Andreas Coenen

Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Kreis Viersen den Papierverbrauch um 600.000 Blatt reduzieren und gleichzeitig den Anteil an Recyclingpapier mit dem Gütesiegel „Blauer Engel“ von 82 auf 86 Prozent erhöhen. Die damit gewonnene Wasserersparnis von fast 1,3 Millionen Litern deckt den täglichen Trinkwasserbedarf von 10.308 Personen. Der eingesparte Energieverbrauch entspricht dem jährlichen Verbrauch von 73 Dreipersonenhaushalten. Michael Inderhees, Leiter der Abteilung Zentrale Dienste, erläutert: „Die Verwendung von Recyclingpapier ist eine einfache und effektive Möglichkeit, die Umwelt zu schützen. Die Auswertung des Papieratlas zeigt eindrücklich, wie wichtig solche Maßnahmen sind. Auch im folgenden Jahr wollen wir uns daher dem Wettbewerb stellen. Unser Ziel ist es, noch mehr Papier einzusparen und – wo nötig – ausschließlich recyceltes Papier zu verwenden.“

Landrat Dr. Andreas Coenen (rechts) mit Michael Inderhees, Leiter der Abteilung für Zentrale Dienste

Der Papieratlas-Wettbewerb wird von der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) in Kooperation mit dem Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt, dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie dem Deutschen Hochschulverband durchgeführt. Er richtet sich an Städte, Landkreise und Hochschulen in Deutschland. Die Teilnehmenden werden anhand ihres Papierverbrauchs und der Recyclingquote beurteilt. Das Gütesiegel „Blauer Engel“ entspricht den höchsten ökologischen Standards für Recyclingpapier.

VonBenedikt Giesbers

Kreisarchiv nimmt weiter Form an – auch digital

Wer regelmäßig am Ransberg in Viersen vorbeikommt, dem ist der Baufortschritt des neuen Kreisarchives aufgefallen: Das Kellergeschoss ist fertiggestellt – jetzt nehmen die oberen Etagen Konturen an. Wie das fertige Gebäude aussehen wird, zeigt eine neue detailgetreue 3D-Visualisierung. Der Neubau des Kreisarchivs ist voll im Zeitplan. Die Wände des Untergeschosses stehen und die Bodenplatten sind abgedichtet. Auch die Stützen für die erste Etage des zentralen Archivgebäudes wurden errichtet.

„Das Gebäude nimmt immer mehr Form an. In den nächsten Monaten wird rund alle drei Wochen ein neues Geschoss entstehen. Mit dem komplett nachhaltigen und klimafreundlichen Bau beschreiten wir neue Wege. Dass uns das bisher so gut gelingt, ist nur durch die engagierte Zusammenarbeit aller Beteiligten möglich.“
Landrat Dr. Andreas Coenen

Bis Jahresende erfolgen die letzten Tiefbauarbeiten sowie die Fertigstellung der Fassade, des Klinkers und der Außenhaut. Im Frühjahr 2021 wird abschließend der Außenbereich angelegt. Im nächsten Sommer sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Innenansicht

So wird das neue Kreisarchiv von Innen aussehen.

Schon jetzt geben 3D-Visualisierungen des Neubaus realitätsnahe Einblicke in das fertige Gebäude. Durch die softwarebasierte Simulation von Geometrie, Materialeigenschaften und Belichtung entstehen mittels des sogenannten Architekturrenderings fotoähnliche Bilder. „Über die digitale Modellierung und das Zusammenspiel von Licht und Schatten fängt die Methode die Atmosphäre eines Gebäudes ein – und erweckt so einfache Skizzen und Grundrisse zum Leben“, erklärt Jörg Papenkort, Leiter des Gebäudemanagements Kreis Viersen.

Die 3D-Visualisierungen ergänzen den digitalen und nachhaltigen Ansatz des neuen Kreisarchivs. Um möglichst ressourcenschonend zu bauen, wurde für die Planung und Dokumentation über das das Building Information Modeling (BIM) ein „digitaler Zwillings“ des Gebäudes erstellt. Darüber hinaus entsteht der Neubau nach den Prinzipien der zirkulären Wertschöpfung: Im Sinne einer Kreislaufwirtschaft sind alle verwendeten Materialen rückbaubar und wiederzuverwenden.

VonBenedikt Giesbers

Länderübergreifende Elektromobilität: SHAREuregio Unplug&Go auf Tour

Seit zwei Jahren läuft das Pilotprojekt SHAREuregio. Das Ziel: Ein zukunftsweisendes, rein elektrisches Car- und Bikesharing-System zu entwickeln und in der Grenzregion zu etablieren. Vor einigen Tagen ging die Elektroflotte in den Niederlanden und Deutschland auf Roadshow und machte auch vor dem Kreishaus in Viersen Halt. Wir haben gemeinsam mit der Gemeinde Niederkrüchten und der Stadt Tönisvorst die ersten E-Fahrzeuge entgegengenommen. Für unseren Fuhrpark sind das zunächst drei E-Autos. Insgesamt kommen in beiden Ländern aber 40 E-Autos und E-Bikes zum Einsatz.

Gestartet war die Tour im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche. Für das Projekt haben wir uns mit den Städten Mönchengladbach, Roermond und Venlo zusammengeschlossen. Weitere Beteiligte sind die NEW AG und die FH Aachen.

SHAREuregio – Landrat Dr. Andreas Coenen mit einem der Fahrzeuge für den Kreis Viersen.

In den letzten beiden Jahren wurde hinter den Kulissen viel gearbeitet: Von der wissenschaftlichen Grundlagenarbeit und einer Machbarkeitsstudie über die Umrüstung der Fahrzeuge, die zukünftig nur per App bedient werden, bis hin zur Erarbeitung eines Geschäftsmodells und der Anpassung der jeweiligen Sharing- und Ladesysteme.

Wie geht es weiter? Nach einem erfolgreichen Start von SHAREuregio in Roermond, testen wir (zusammen mit Niederkrüchten und Tönisvorst) die E-Fahrzeuge als Teil unseres Fuhrparkes. Anschließend sollen auch alle Bürger abends und an den Wochenenden die Gelegenheit bekommen, das E-Auto für Fahrten zu nutzen.

VonVanessa Molter

“Zukunftsfragen – Zukunft wagen!”: Auto für alle?

Unsere Kreisvolkshochschule bietet eine neue Veranstaltungsreihe rund um die Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel an.

“Zukunftsfragen – Zukunft wagen!”

Titel der Veranstaltung

“Auto für alle?”

Wann und wo?

  • Donnerstag, 8. Oktober.2020, 19 – 21:15 Uhr
  • Nettetal-Breyell Gesamtschule Nettetal

Gast

Michael Schrömbges

Verkehrsingenieur und Gruppenleiter am Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen. Er forscht seit mehreren Jahren über die Nutzung neuer Mobilitätsformen.

Thema

Mobilität und Verkehr sind grundlegende Bestandteile unseres Alltags. Um von A nach B zu kommen, ist dabei das Auto nach wie vor das wichtigste Verkehrsmittel. Die Vorteile des Autos werden vor allem durch Flexibilität, Geschwindigkeit und mangelnde preiswerte Alternativen begründet. Wäre daher ein Auto für jeden nicht die beste Lösung? Allerdings führt uns ein weiteres Wachstum des Pkw-Verkehrs an die Grenzen der Belastbarkeit und stellt uns vor enorme Umweltprobleme. Neue Mobilitätsoptionen und Ridesharing versprechen nun die Lösung zu sein. Sie ermöglichen die individuelle Mobilität und minimieren die Belastungen. Doch können Sie das Auto vom ersten Platz verdrängen?

 

Anmeldung erforderlich! Mehr Infos: https://www.kreis-viersen-vhs.de/