Kategorien-Archiv Allgemein

VonPressestelle

Kreis Viersen erreicht dritten Platz der „Recyclingpapierfreundlichsten Landkreise“ Deutschlands

Für die Einsparung von Druck- und Kopierpapier und die ausschließliche Nutzung von Recyclingpapier wurde der Kreis Viersen von der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) beim Papieratlas-Landkreiswettbewerb 2022 im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz bundesweit mit dem dritten Platz der „recyclingfreundlichsten Landkreise“ ausgezeichnet.

„Die konsequente Nutzung von Recyclingpapier ist neben der Papiervermeidung fester Bestandteil unserer Klimastrategie. Die erneute Auszeichnung der Initiative Pro Recyclingpapier bestätigt uns in unserem Handeln“, freut sich Landrat Dr. Andreas Coenen.

Die Kreisverwaltung Viersen hat für die Verwaltung einschließlich der kreisangehörigen Schulen im Jahr 2021 insgesamt 8.566.110 Blatt DIN A4-Papier verbraucht. Der jährliche Papierverbrauch konnte damit im Vergleich zum Jahr 2018 um 1.144.640 Blatt DIN A4-Papier reduziert werden. Dies entspricht einer Quote von 11,79 Prozent. „Am umweltfreundlichsten ist natürlich die Vermeidung von Papier, daher wollen wir durch die fortschreitende Umsetzung der Digitalisierungsstrategie weiter den Papierverbrauch senken“, so Karl Schippers, Leiter des Amtes für Personal und Organisation.

Die Kreisverwaltung nutzt zu 100 Prozent Recyclingpapier mit dem Zertifikat DE-UZ 14a „Blauer Engel“. Für das Zertifikat „Blauer Engel“ müssen die Papiere vollständig aus Altpapier bestehen. Zudem zielen die Vergabekriterien des Zertifikats insbesondere darauf ab, die Verwendung unterer und mittlerer Altpapiersorten zu fördern und technisch nicht notwendige Stoffe bei der Produktion zu vermeiden. Die Produkte müssen daher mindestens 65 Prozent der unteren und mittleren Altpapiersorten enthalten. Ferner sind unter anderem bei der Herstellung der Einsatz von Chlor, halogenierten Bleichmitteln, optischen Aufhellern und biologisch schwer abbaubaren Komplexbildnern wie zum Beispiel Ethylendiamintetraacetate (EDTA) und Diethylentriaminpentaacetate (DTPA) verboten.

Mit der Verwendung von Recyclingpapier leistet der Kreis Viersen einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz: Recyclingpapier spart in der Produktion im Vergleich zu Frischfaserpapier durchschnittlich 78 Prozent Wasser und 68 Prozent Energie und verursacht deutlich weniger CO2-Emissionen.

Im Jahr 2021 hat der Kreis Viersen somit eine Einsparung von 1.673.329 Litern Wasser und 377.535 Kilowattstunden Energie bewirkt. Die CO2-Emissionen konnten hierdurch um 6.412 Kilogramm reduziert werden.

„Die eingesparte Menge Wasser deckt den täglichen Trinkwasserbedarf von 13.829 Personen. Die Energieeinsparung entspricht dem jährlichen Energieverbrauch von 107 Drei-Personen-Haushalten und die Reduktion der CO-2-Emmissionen kommt dem Volumen von ca. 1,3 Millionen Luftballons gleich“, erläutert Christian Bertges, Abteilungsleiter Zentrale Dienste.

VonAbfallbetrieb des Kreises Viersen

Kreis Viersen geht den Mehrweg

Abfallbetrieb des Kreises Viersen fördert Mehrweglösungen im gastronomischen Bereich

Abfallvermeidung ist das höchste Ziel des europäischen Abfallrechts. Diesem Ziel hat sich auch der Abfallbetrieb des Kreises Viersen (ABV) verschrieben. Deswegen liegt ein Schwerpunkt in der Abfallberatung auf dem Thema Abfallvermeidung.

Mit dem Projekt „Kreis Viersen geht den Mehrweg – Gehen Sie mit!“ hat sich der ABV dem Müllproblem aufgrund der Einwegverpackungen im Bereich Speisen und Getränke „to go“ angenommen. Durch Coffee-to-go-Becher und Pizzakartons überfüllte öffentliche Straßenpapierkörbe zählen leider oft zum alltäglichen Stadtbild und gehen einher mit Entsorgungskosten von jährlich circa 8,30 Euro pro Bürgerin und Bürger. Dabei gibt es mittlerweile Alternativen, zum Beispiel Mehrweg-Pfandsysteme für den Außer-Haus-Verkauf!

Studien zeigen, dass Pfandsysteme besser angenommen werden, wenn die Rückgabe flächendeckend möglich ist. Um dies zu erreichen, fördert der ABV die Einführung eines einheitlichen Mehrweg-Pfandsystems. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten des DEHOGA Nordrhein e.V. und der IHK Mittlerer Niederrhein traf der ABV in den vergangenen Monaten im Rahmen eines mehrstufigen Auswahlprozesses eine Vorauswahl von drei Mehrweganbietern. Bei einer Online-Informationsveranstaltung stellten die Mehrweganbieter ihre Mehrwegsysteme vor. Außerdem informierte der ABV über die ab 2023 geltende Mehrwegangebotspflicht. Danach hatten die Teilnehmenden aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie, Bäckerei, Fast-Food, Catering und Lebensmitteleinzelhandel die Möglichkeit, die Mehrwegbehältnisse auf Herz und Nieren zu prüfen. 19 Betriebe beteiligten sich am Ende an der Abstimmung und sprachen sich dabei mehrheitlich für das Mehrweg-Pfandsystem des Anbieters RECUP aus. Als besonders wichtig empfanden die Teilnehmenden beispielsweise Nutzerfreundlichkeit, einfaches Handling und übersichtliche Kostenstruktur.

Seit dem 1. März können Betriebe aus dem Kreis Viersen, die sich dem Mehrweg-Pfandsystem RECUP anschließen, beim ABV eine finanzielle Unterstützung beantragen. Diese besteht in der Übernahme der Systemgebühren für drei Monate. Das Mehrweggeschirr von RECUP wird anstelle von Einwegbehältnissen gegen ein Pfand von 1 Euro pro Becher und 5 Euro pro Schüssel an die Kundinnen und Kunden ausgegeben. Es kann bei allen teilnehmenden Partnerbetrieben wieder zurückgegeben werden.

Christian Böker, Betriebsleiter des ABV, betont:

„Die Entscheidung, sich diesem Mehrweg-Pfandsystem anzuschließen oder eine andere Mehrweglösung zu wählen, steht selbstverständlich jedem Unternehmen frei. Wir hoffen natürlich trotzdem auf eine rege Beteiligung, um den Mehrweg im Kreis Viersen erfolgreich beschreiten zu können. Jede eingesparte Einwegverpackung ist auch ein Beitrag zum Klimaschutz!

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Weg zur Förderung sowie den Förderantrag und alle weiteren wichtigen Informationen bekommen Interessierte unter www.kreis-viersen.de/mehrweg oder unter 02162-39-1998 oder unter abfallberatung@kreis-viersen.de.

VonNiklas Vath

Niederrheinisches Freilichtmuseum vermeidet 16,2 Tonnen CO2-Emissionen

Teilnahme am Projekt ÖKOPROFIT schont Klima und Kosten

Einsparungen von 32.000 Kilowattstunden Energie, 9.500 Euro und 300 Kubikmeter Wasser sowie die Vermeidung von 16,2 Tonnen CO2-Ausstoß – das ist die jährliche Bilanz des Niederrheinischen Freilichtmuseums des Kreises Viersen seit der Teilnahme am Projekt ÖKOPROFIT.

Bei ÖKOPROFIT handelt es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen dem Kreis Viersen, den Städten und Gemeinden im Kreis sowie der örtlichen Wirtschaft. Ziel des Projekts ist es, Unternehmen und soziale sowie kulturelle Einrichtungen bei der Senkung der Betriebskosten durch Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen zu unterstützen. Das Niederrheinische Freilichtmuseum war Teil der Projektrunde 2020/2021.

„Der Klimawandel ist längst kein abstraktes Phänomen mehr, sondern auch bei uns am Niederrhein spürbar. Daraus ergibt sich auch für uns als Kreis die Pflicht, klimagerecht zu handeln und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen. Im Rahmen von ÖKOPROFIT hat das Kreismuseum daher verschiedene Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit im Museumsbetrieb umgesetzt. Dazu gehören die Umrüstung der Museums-Beleuchtung auf LED, die Einrichtung eines Brunnens auf dem Museumsgelände zur Bewässerung der Grünflächen oder die Digitalisierung des Rechnungsworkflows und Faxempfangs.

Ein weiterer Schritt hin zu mehr Klimaschutz wurde durch den Bau einer eigenen Photovoltaik-Anlage gemacht. Mithilfe der Anlage auf dem Schleppdach des Spielzeugmuseums werden jährlich rund 20.000 Kilowattstunden Strom produziert, der zu 95 Prozent selbst vom Freilichtmuseum verbraucht wird. „Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von fünf 4-Personen-Haushalten. Die Bilanz aller Maßnahmen zeigt deutlich, dass sich Klimaschutz lohnt“, hebt Niklas Vath, Energiemanager des Kreises Viersen, hervor.

„Als Bildungs- und Kultureinrichtung ist uns im Niederrheinischen Freilichtmuseum besonders auch der pädagogische Aspekt der Umweltbildung wichtig. Deshalb möchten wir, dass die Sensibilisierung von Kindern und Erwachsenen für Themen wie Umweltschutz, Klima und Nachhaltigkeit auch langfristig einen festen Platz im museumspädagogischen Angebot des Museums findet“, so Anke Petrat, Leiterin des Niederrheinischen Freilichtmuseums.

VonPressestelle

Kreis Viersen nutzt Madaster-Plattform und geht nächsten Schritt im Sinne der Kreislaufwirtschaft

Der Kreis Viersen nutzt zukünftig die Madaster-Plattform, um Neubauten und Bestand im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu dokumentieren. Dabei wendet der Kreis die Planungs- und Koordinationsunterstützung durch Building Information Modeling (BIM) an. Die Realisierung kreislauffähiger Gebäude sowie die Wiederverwendung von Materialien wird so weiter gefördert. Madaster ist das globale Kataster für Materialien, Gebäude und Infrastrukturen.

Der Kreis Viersen baut nach den Prinzipien der zirkulären Wertschöpfung. Als erstes Projekt wird das Kreisarchiv am Ransberg in Viersen nach diesen Grundsätzen gebaut. Alle Baustoffe und Einrichtungsgegenstände sollen wiederverwendbar sein, das Gebäude wird zeitweise mehr Energie erzeugen als es verbraucht. In einem weiteren Schritt werden die eingebauten Materialien und Bauteile nun auf Madaster – dem digitalen Kataster für Materialien – gespeichert. Dieser Prozess wird durch die konsequente Anwendung von BIM in allen Neubauten des Kreises erleichtert.  Madaster bietet einen automatischen BIM-Upload, sodass die Informationen des Architekten und Planers direkt auf Madaster gespeichert und hinsichtlich CO2-Emissionen, Zirkularität und Rohstoff-Wert analysiert und berichtet werden können.

Madaster schafft Transparenz über Materialwerte und bietet eine vertrauenswürdige Datenquelle. Gleichzeitig etabliert sie ein Ökosystem, das auf Marktplätzen Produkte, Architekten, Projektentwickler, Banken, Asset Manager und die öffentliche Hand zusammenbringt. Alle Akteure können sich einbringen und ihre Dienste über die Plattform zugänglich machen.

„Mit dem Bau des Kreisarchivs in Viersen übernimmt der Kreis Viersen Verantwortung gegenüber kommenden Generationen. Neben dem Erhalt von Vergangenem setzt das Archiv auch ein Zeichen für die Zukunft. Auf der deutschen Seite der Grenze haben wir in unserer Region den notwendigen Wandel für den Erhalt unserer Umwelt eingeleitet. Mit seiner ausdrucksstarken Architektur und konsequenten Ausrichtung an den Prinzipien der zirkulären Wertschöpfung ist das neue Kreisarchiv wegweisend”, so Landrat Dr. Andreas Coenen.

„Ohne allgemein verfügbare Informationen zu den verbauten und in Zukunft wiederverwendbaren Baustoffen kann weder ein Markt für Sekundärbaustoffe entstehen noch eine Transformation der Bauwirtschaft im Sinne einer zirkulären Wertschöpfung gelingen. Dabei ist der Erhalt unserer Baustoffe und der enthaltenen Energie von essentieller Bedeutung, um die nationalen und internationalen Klimaziele zu erreichen. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit Madaster für uns ein großer Schritt vorwärts”, sagt Jan van der Fels, BIM-Manager beim Kreis Viersen.

„Es freut uns sehr, dass mit dem Kreis Viersen ein Vorreiter beim Thema Kreislaufwirtschaft und BIM aus der öffentlichen Hand die Madaster-Plattform nutzt, um Materialien und Bauteile zu dokumentieren.  Im Neubau können wir so Gebäude zu Materialbanken und im Bestand das anthropogene Lager, also die urbane Mine sichtbar machen.“ Dr. Patrick Bergmann, Geschäftsführer Madaster Germany.

Über den Kreis Viersen

Der Kreis Viersen liegt als Landkreis an der niederländischen Grenze zwischen den Städten Venlo und Düsseldorf. Bereits 2017 ist die Entscheidung gefallen den Neubaus des Kreisarchivs strategisch für eine Wiederverwendung der enthaltenden Stoffe zu gestalten. Um eine konsequente Wiederverwendung der in seinen Gebäuden gebundenen Materialien umzusetzen, setzt der Kreis Viersen auf digitale Arbeitsmethoden. Damit zeigt der Kreis Viersen, das BIM und die bereits von der EU forcierte „Circular Economy“ nicht erst Themen der Zukunft sind.

Über Madaster

Madaster ist die globale Online-Plattform, die den zirkulären Einsatz von Produkten und Materialien in der Bauwirtschaft ermöglicht. Die Madaster-Plattform bietet Immobilieneigentümern und anderen Stakeholdern die Möglichkeit, Daten ihrer Immobilien zu speichern, zu verwalten, anzureichern und auszutauschen. Madaster verarbeitet automatisch IFC-Dateien (BIM-Software) und reichert diese mit Daten aus anderen öffentlichen und nicht-öffentlichen Quellen an. Madaster schafft Transparenz über Materialwerte durch die Erstellung von Materialpässen. Die Plattform generiert Einblicke in die finanzielle Bewertung, den gebundenen Kohlenstoff, die Toxizität und das Wiederverwendungspotenzial der verwendeten Materialien, Komponenten und Produkte. Die Datensicherheit, der Datenschutz und die Verfügbarkeit werden von einer unabhängigen Stelle, der Stichting Madaster Foundation, überwacht.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Madaster Germany GmbH, Dr. Patrick Bergmann, media@madaster.de, +49 (0)172 76 95 009, www.madaster.de.

VonPressestelle

HBN Best-Practice-Besuch: Das neue Kreisarchiv Viersen wird gesund und nachhaltig gebaut

Wie wird gesundes Bauen in der Praxis angewendet? Das zeigte das Healthy Building Network bei einem weiteren Best-Practice-Besuch im Rahmen von HBN on tour. Rund 100 Vertreter aus der Baubranche von Architekt bis Zimmermann nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort das kurz vor der Fertigstellung stehende neue Archiv des Kreises Viersen anzusehen und sich über Holzkonstruktionen, Lehmbaustoffe und Heizen mit Eis zu informieren.

„Das Gebäude, seit 20217 geplant, wird nach den Prinzipien der zirkulären Wertschöpfung gebaut“, betonte Landrat Dr. Andreas Coenen bei der Baustellenführung. Die öffentliche Hand als wichtiger Bauträger habe eine Vorbildfunktion und zeige mit dem Bau des Kreisarchivs, dass es möglich sei, gesund, nachhaltig und zu bauen. „Dieses Gebäude verbraucht kein Gas, nicht einmal Pellets“, sagte der Landrat.

Energetisch versorgt wird das neue Kreisarchiv mit einer Kombination aus Kraftdach, Eisspeicher und Brunnenanlage, erläuterte Architekt Bernd Volkenannt. Er listete die besonderen Anforderungen an ein Archiv auf: kontinuierliche Temperatur, konstanten Feuchtigkeitsgehalt, schwere Lasten. Zudem, so Volkenannt, galt es, gute Arbeitsplätze zu schaffen, die Prozesse zu optimieren und die Wahrnehmung des Archivs in der Öffentlichkeit zu verbessern.

Die künftigen Besucher können sich über ein lichtdurchflutetes Erdgeschoss mit Foyer, Café und Lesesaal freuen. Den eigentlichen Mittelpunkt des Gebäudes bildet aber ein massiver viergeschossiger, fensterloser Magazinkubus, eine Art Wehrturm („Berfes“), dessen Klinker aus einem Fabrikabbruch aus der Region stammen. Hier werden künftig die eigentlichen Archivalien aufgehoben.

Verwendet wurde für das Archiv viel Holz, die Innenwände wurden als Lehm-Trockenbau errichtet. Für den rauen Gussasphaltboden wurde Recyclingmaterial verwendet. Der erste Spatenstich fand im Januar 2020 statt, die Fertigstellung ist für Frühjahr 2022 geplant.

VonPressestelle

Nachhaltig bauen mit Holz – Ein Praxisbericht

VHS-Vortrag über nachhaltigen Eigenheimbau

Das herkömmliche Bauen mit Beton verbraucht sehr viel CO2 – vor allem bei der Zementproduktion. Das Bauen mit zertifiziertem Holz gilt da als nachhaltige Alternative. In den vergangenen 20 Jahren hat der Bau mit Holzelementen große technologische Fortschritte gemacht. Inzwischen werden ganze Bürogebäude und Hotels aus Holz gebaut.

Und wie kann man privat mit Holz bauen? Damit beschäftigt sich ein Vortrag der Kreisvolkshochschule Viersen am Donnerstag, 9. September, um 19 Uhr im Berufskolleg Viersen-Dülken. Architekt Tim Witte wollte Vorbild sein und hat sein eigenes Wohnhaus aus Holz gebaut. Er zeigt, welche Möglichkeiten das Bauen mit Holz bietet und welche Vorteile es für die Bewohner*innen und die Umwelt hat. Seine Überzeugung: „In einer Zeit, da immer mehr Bauträger ganze Wohnsiedlungen, mit immer den gleichen Haustypen vermarkten, liegt es auf der Hand, mit Holz und verantwortungsvoll zu bauen.“ Der Referent arbeitet als Architekt im Korschenbroich Architekturbüro ottenarchitekten. Als überzeugter Vertreter nachhaltiger und visionärer Architektur baute er  ein Mehrgenerationenhaus in Holzmassivbauweise.

Die Veranstaltung findet in der Cafeteria des Berufskollegs Viersen, Nikolaus-Groß-Straße 7, statt.

Anmeldungen über kreis-viersen-vhs.de, vhs@kreis-viersen.de oder 02162 93480.

Rückfragen und Pressekontakt: Markus Wöhrl, Fachbereichsleiter Umwelt und Gesundheit, Tel.: 02162-9348-34, E-Mail: markus.woehrl@kreis-viersen.de

VonPressestelle

VHS: “Zukunftsfragen – Zukunft wagen!” – Verbote oder Vernunft? Wie retten wir Klima und Umwelt?

VHS-Diskussion zur Bundestagswahl

Die verheerenden Überschwemmungen des Sommers haben in Zeiten der Corona-Pandemie wieder deutlich gemacht, wie konkret und unberechenbar die ersten Auswirkungen des Klimawandels sind. Dauerhaft sind 65 Prozent der Deutschen der Meinung, der Umwelt- und Klimaschutz sei ein sehr wichtiges Thema (1). Über 90 Prozent sprechen sich sogar für einen zügigen, sozialverträglichen Strukturwandel hin zu mehr (ökologischer) Nachhaltigkeit aus – sie sehen also Handlungsbedarf.

Doch wie soll das gehen? Müssen wir uns selbst mehr ökologisch schädliches Verhalten verbieten und besteuern lassen, weil sonst nichts aus den guten Absichten wird? Oder setzen wir auf Vernunft und positive Anreize, weil sie motivieren und die Eigenverantwortung stärken? Kurzum: Wie schaffen wir es, dass alle, die sich mehr Nachhaltigkeit wünschen, auch tatsächlich ihren Beitrag leisten – und zwar am besten ab morgen? Und wie erhalten wir unseren Status als Industrie-, Forschungs- und Mittelstandsland?

Die zügige Suche nach Antworten auf diese Fragen wird die Arbeit des neuen Bundestags stark prägen. Welche unterschiedlichen Antworten haben die Parteien auf das gemeinsam erkannte Problem? Darüber diskutiert der Fachbereichsleiter für Umwelt und Gesundheit, Markus Wöhrl, mit den Direktkandidaten zur Bundestagswahl 2021 aus dem Kreis Viersen. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 2. September 2021, um 19 Uhr in der Aula des Berufskollegs Viersen, Heesstraße 95, in Viersen statt. Der Eintritt ist frei.

Anmeldungen über kreis-viersen-vhs.de, vhs@kreis-viersen.de oder 02162 93480.

Rückfragen und Pressekontakt: Markus Wöhrl, Fachbereichsleiter Umwelt und Gesundheit, Tel.: 02162-9348-34, E-Mail: markus.woehrl@kreis-viersen.de

(1) Umweltbewusstseinsstudie 2020 des Instituts für sozial-ökologische Forschung im Auftrag des Umweltbundesamtes.

VonPressestelle

Abgesagt / VHS: „Zukunftsfragen – Zukunft wagen!“: Stadtentwicklung in pandemischer Zeit – Herausforderungen für Stadt und Land

Der Vortrag „Stadtentwicklung in pandemischer Zeit“ am 26. August muss leider ausfallen. Der Vortrag wird im ersten Halbjahr 2022 nachgeholt.

VHS startet Fortsetzung der Nachhaltigkeitsreihe: Zukunftsfragen – Zukunft wagen!

Städtebau und Stadtentwicklung sind komplexe Gebilde, die einer ständigen Veränderung unterworfen sind. Historische Strukturen und moderne Veränderungen bilden räumlich ab, wie sich Gesellschaft verändert.

Die Corona-Pandemie hat der Gesellschaft vor Augen geführt, an welchen Stellen sie besonders verwundbar und störanfällig ist und das Bewusstsein für überfällige Veränderungen geschärft. Genau mit dieser aktuellen Entwicklung beschäftigt sich Städtebau-Experte Prof. Rolf Westerheide in einem Vortrag bei der Kreisvolkshochschule Viersen.

Westerheides Überzeugung: Das gemischte Wohngebiet (Quartier) und die „Stadt der kurzen Wege“ sind ohne Alternative, wenn man unnötige Mobilität vermeiden will. Stadt braucht Lebensqualität und attraktive Aufenthaltsbereiche. Urbanität ist nicht maximale Dichte, sondern stadträumliche Qualität. Dazu gehören unter anderem Klimaanpassung, Nutzungsmischung, Flexibilität und bauliche Vielfalt. Kleinteiligkeit kann hohe Anpassungsfähigkeit von Wohngebieten, Städten und Regionen garantieren.

Der Vortrag soll die Handlungsfelder des Städtebaus, der Stadt- und Regionalplanung, der Architektur und der Freiraumgestaltung als wesentliche Impulse für dauerhaft angelegte Veränderungen betrachten.

Professor Rolf Westerheide ist Architekt und Stadtplaner. Er ist Professor für Städtebau i.R. an der Fakultät für Architektur an der RWTH Aachen. Er war und ist Vorsitzender in Städtebau- und Gestaltungsbeiräten in Bonn, Wuppertal, Soest, Aachen und Düren. Er ist Vorsitzender des Ausschusses Stadtplanung und Vorstandsmitglied der Architektenkammer NRW und Mitglied im Vorstand der Bundesarchitektenkammer in Berlin, dort leitet u.a. den Bundesausschuss für Stadtplanung.

Forschungsschwerpunkte sind der Ländliche Raum und die Dörfer in Bezug zur Steuerung der Gestaltqualitäten und Prozesssteuerung zur Innenentwicklung.

Der Vortrag mit anschließender Diskussion finden am Donnerstag, 26. August 2021, ab 19 Uhr im Pfarrzentrum St. Josef, Eibenweg 1, in Kempen statt. Der Eintritt ist frei.

Anmeldungen über kreis-viersen-vhs.de, vhs@kreis-viersen.de oder 02162 93480.

Rückfragen und Pressekontakt: Markus Wöhrl, Fachbereichsleiter Umwelt und Gesundheit, Tel.: 02162-9348-34, E-Mail: markus.woehrl@kreis-viersen.de

VonPressestelle

VHS-Veranstaltung „Bauen mit Lehm“: Unternehmensbesichtigung von Claytec

Fast alle Veranstaltungen der Nachhaltigkeitsreihe „Zukunftsfragen – Zukunft wagen!“ der Kreisvolkshochschule Viersen mussten in diesem Semster ausfallen. Eine Exkursion kann nun aber noch stattfinden: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchen die Firma CLAYTEC in Viersen-Boisheim. Sie produziert und vertreibt seit mehr als 35 Jahren Baustoffe aus Lehm. Entstanden ist CLAYTEC aus einem Handwerksbetrieb.

Bei der Unternehmensbesichtigung erklärt Geschäftsführer Maximilian Breidenbach, wie Lehmputze aus natürlichen Bestandteilen hergestellt werden – in heimischen Lagern und Produktionsstätten. Von der Gewinnung, über die Veredlung, vom Einbau über die Nutzung bis hin zur erneuten Nutzung irgendwann gilt: Für kaum ein anderes Baumaterial wird so wenig Energie aufgewendet. CO2-Emissionen entfallen bei Lehm nahezu, seine Festigkeit und Bindekraft gibt die Natur gratis.

Die Exkursion ist entgeltfrei und beginnt am Freitag, 18. Juni, um 17 Uhr bei der Firma Claytec, Nettetaler Straße 113 in Viersen-Boisheim. Anmeldungen sind erforderlich über kreis-viersen-vhs.de, vhs@kreis-viersen.de oder 02162 93480. Es herrscht Maskenpflicht.

Ihr Ansprechpartner bei Rückfragen:

Markus Wöhrl
Fachbereichsleiter Umwelt und Gesundheit
Tel.: 02162 9348-34
E-Mail: markus.woehrl@kreis-viersen.de

VonPressestelle

Digitales Bauen – Leitfäden der Landesregierung

Nordrhein-Westfalen will digitales Bauen vorantreiben. Denn Digital trifft immer noch zu oft auf Analog: Das soll sich in Zukunft ändern. Jan van der Fels, BIM-Manager beim Kreis Viersen, hat an den aktuellen Leitfäden der Landesregierung mitgearbeitet.

Die nordrhein-westfälische Bauwirtschaft ist innovativ und kreativ, wenn es darum geht, Potentiale für Qualitäts- und Effizienzsteigerungen und für eine Optimierung der Produktionszeit beim Bau durch höhere Produktivität und Ressourceneffizienz auszuschöpfen und Perspektiven für ressourcenschonende Fertigungsverfahren und Baustoffe zu entwickeln, die die Grundlage für zukunftsweisende Wirtschaftszweige schaffen.

Unser gemeinsames Ziel ist es, Nordrhein-Westfalen zum Vorreiter bei der Entwicklung und Nutzung innovativer Bautechnologien und -verfahren zu machen und die Wettbewerbsfähigkeit der nordrhein-westfälischen Bauwirtschaft für die Zukunft zu sichern.

Neue Bauhaus-Bewegung

„Bauhaus“ – das steht für die berühmte moderne Schule für Kunst-Design und Architektur. Es ging darum, eine neue „Baukunst“ durch die Vereinigung von Kunst und Handwerk zu erschaffen. Heute geht es darum, Kunst, Architektur und moderne Techniken – unser Können und unsere Fähigkeiten – zugunsten einer nachhaltigeren Bauwirtschaft in einer neuen Bauhaus-Bewegung zu bündeln.

Innovative Ansätze

Dass wir das können, zeigt das erste durchgenehmigte 3D-Druck-Haus, welches in Nordrhein-Westfalen gedruckt wird. Dass wir das können, zeigen viele weitere innovative Ansätze, die im ganzen Land Nordrhein-Westfalen entstehen.

2,5 Millionen Euro für innovative Bauverfahren

Um Innovation, Forschung und die Digitalisierung der Bauwirtschaft voranzutreiben, unterstützen wir Sie: Landesweit stehen 2,5 Millionen Euro für Forschungsvorhaben, Wissenstransfers, Modellprojekte und innovative Bauverfahren zur Verfügung.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen hat das Bauportal.NRW entwickelt. Auf der Internetseite www.bauportal.nrw können Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Architektinnen und Architekten sowie Ingenieurinnen und Ingenieure ab sofort zielgruppengerecht alle Informationen rund um das Baugenehmigungsverfahren und verwandte Verwaltungsleistungen finden.

Zu oft trifft digital noch auf analog. Dies verlangsamt oftmals den gesamten Bauprozess. Wohnen ist elementarer Bestandteil der Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger. Deshalb verbessert die Landesregierungen die Rahmenbedingungen für das Bauen. Das digitale Baugenehmigungsverfahren ist ein wichtiger Bestandteil davon.

Umfassender Service

Das Bauportal.NRW bietet Service, der kontinuierlich ausgebaut wird. Auf dem Portal finden sich Informationen über den Ablauf eines Baugenehmigungsverfahrens, die Zuständigkeiten sowie einschlägige Begrifflichkeiten, Rechtsvorschriften sowie alle wichtigen Erlasse, Hinweise, Empfehlungen und Merkblätter der obersten Bauaufsichtsbehörde ebenso wie alle amtlichen Formulare und Vordrucke. Darüber hinaus bietet das Portal grundlegende Informationen zur Bauleitplanung und verlinkt zu den online verfügbaren Bauleitplänen der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen.

Bauanträge digital übermitteln

In der 1. Jahreshälfte 2021 wird das Bauportal um einen Antrags- und Dokumentenassistenten ergänzt. Der Antragsassistent startet zunächst mit dem einfachen Baugenehmigungsverfahren nach Paragraph 64 der Landesbauordnung Nordrhein-Westfalen 2018. Weitere Antragsverfahren werden im Laufe des Jahres 2021 entwickelt und zur Nutzung freigegeben. Mithilfe des Assistenten können Bauanträge und weitere Unterlagen komplett digital an die zuständige Bauaufsichtsbehörde übermittelt werden, wenn sich diese an das Bauportal angeschlossen hat. Die Kommunen entscheiden entsprechend ihrer Möglichkeiten, ob und wie sie für Ihren Zuständigkeitsbereich eine Antragsstellung über das Bauportal.NRW ermöglichen werden.

In einer ersten Projektphase hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung zusammen mit sechs Kommunen im Juni 2018 das Modellprojekt „Digitales Baugenehmigungsverfahren in Nordrhein-Westfalen“ gestartet. Ziel des Projekts: Die insgesamt 212 unteren Bauaufsichtsbehörden in Nordrhein-Westfalen bei der Ausarbeitung von Maßnahmen zur Digitalisierung des Baugenehmigungsverfahrens zu unterstützen und einen Standardprozess zu erarbeiten. Ein wichtiges Ergebnis des Projekts ist nun die Initiierung des Bauportals.

DIE LANDESREGIERUNG FÖRDERT DIGITALES BAUEN

Über kürzere Planungs- und Bauzeiten, bis hin zur schnelleren Realisierung: Die Digitalisierung birgt für Bauprojekte ein hohes Potential. Auch im Gebäudebestand hilft digitales Bauen dabei, Prozesse zu optimieren, transparenter zu gestalten und damit letztlich Kosten zu senken. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung will die Digitalisierung zielgerichtet vorantreiben und verantwortlich mitgestalten.

Beim Hoch- und Tiefbau trägt die Digitalisierung zur Produktivitätssteigerung der Planungs- und Baubranche aber auch zur Steigerung der Nachhaltigkeit des Bauens und Bewirtschaftens von Immobilien bei. Für den Baubereich kommt dabei dem Building Information Modeling (BIM) eine zentrale Rolle zu.

Daneben können durch Digitalisierung auch Verwaltungsprozesse via Digitale Baugenehmigungen beschleunigt sowie Daten zur Digitalen Baukostenplanung zentral auf Landesebene gesammelt und zur Verfügung gestellt werden.

Mehr Informationen unter https://www.mhkbg.nrw/themen/bau/digitales-bauen.