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Kreis Viersen für Archivneubau als „Klimaaktive Kommune“ in Berlin ausgezeichnet

Preis in der Kategorie ‚Ressourcen- und Energieeffizienz‘ / Preisgeld von 25.000 Euro

Klimaschutz ist wichtiger denn je, auch im Baugewerbe. Das betont der Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“, welcher vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) mit Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durchgeführt wird.

Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck: „Klimaschutz braucht das Engagement aller Ebenen, ob global oder lokal. Auf internationaler Ebene wurde gerade im Rahmen der COP27 um die richtigen Weichenstellungen im Klimaschutz gerungen. Heute geht es um das Engagement vor Ort in den deutschen Städten, Gemeinden und Landkreisen, die mit Ehrgeiz, Kreativität und Umsetzungswillen Klimaschutz konkret voranbringen. Die ausgezeichneten Kommunen sind Vorbild dafür, wie mit Klimaschutz mehr Lebensqualität, gutes Zusammenleben und mehr regionale Wertschöpfung vor Ort erreicht werden können.“

Die Preisverleihung des Wettbewerbs „Klimaaktive Kommune 2022“ fand am 21. November im Rahmen der jährlich stattfindenden Kommunalen Klimakonferenz in Berlin statt, wo der Kreis Viersen für den Neubau des Kreisarchivs ausgezeichnet wurde. „Die Auszeichnung des Kreisarchivs macht mich sehr froh“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen. „Sie zeigt, dass wir mit dem Kreisarchiv bundesweit ganz vorne sind bei dem für den Klimaschutz so wichtigen Faktor des nachhaltigen und gesunden Bauens.“

Im neuen Kreisarchiv in Viersen trifft historisches Sammlungsgut auf einen zukunftsorientierten Neubau mit Pilotcharakter. So ist das im Sommer 2022 fertiggestellte Gebäude nicht nur bestmöglich auf die Anforderungen der Archivalien ausgerichtet, sondern setzt zudem in Bezug auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz Maßstäbe. Gebaut wurde nach den Prinzipien der „Zirkulären Wertschöpfung“: Zum Einsatz kamen nachwachsende oder wiederverwertete Baustoffe, wie beispielsweise eine 100 Jahre alte Ziegelwand aus einem Abrissgebäude. Darüber hinaus wurde für alle verwendeten Materialien bereits bei der Errichtung des Gebäudes der Rückbau mitbedacht.

Das Archiv stellt somit auch eine Art „Rohstofflager“ dar, aus dem die Baustoffe später wieder sortenrein getrennt und weiterverwendet werden können. Damit das gelingt, ist eine gute Dokumentation notwendig. Das Kreisarchiv in Viersen bekam dafür einen „digitalen Zwilling“, in dem alle Geometrien, Mengen und Materialien und vor allem deren Recycelbarkeit genauestens festgehalten wurden.

Die Auszeichnungen des Wettbewerbs „Klimaaktive Kommune“ wurden vom Klimaschutzministerium gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern mehrerer Institutionen überreicht: Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Umweltbundesamt und Difu.

Die Preisträgerkommunen 2022

  • Gewinnerkommunen der Kategorie ‚Ressourcen- und Energieeffizienz‘ sind die Stadt Mindelheim, der Kreis Viersen und der Landkreis Lörrach.
  • Den Preis der Kategorie ‚Klimagerechte Mobilität‘ erhielten Projekte der Wissenschaftsstadt Darmstadt, des Kreises Pinneberg sowie der Stadt Bielefeld.
  • Die Gemeinde Nohfelden, die Stadt Münster und die Stadt Amberg gewannen in der Kategorie ‚Klimafreundliche Verwaltung‘.
  • Der Sonderpreis für ‚Klimaschutz und Naturschutz‘ ging an den Bodenseekreis.

„Die Preisträger des Wettbewerbs ‚Klimaaktive Kommune‘ spiegeln die Vielfalt des kommunalen Engagements zum Schutz des Klimas wider“, kommentiert die Leiterin des Difu-Forschungsbereichs Umwelt Cornelia Rösler den jährlich laufenden Wettbewerb. „Die prämierten Kommunen haben deutlich gemacht, wie viel Potenzial für die Reduktion von klimaschädlichen Treibhausgasen hier aufzuspüren und zu heben ist. Der Wettbewerb dokumentiert jedes Jahr sehr effektiv, wie Kommunen sich wirkungsvoll für den Schutz des Klimas einsetzen. Die vorbildlichen Projekte machen anderen Kommunen zugleich Mut, ebenfalls aktiv zu werden. In diesem Sinne regt der Wettbewerb zu Austausch, Nachahmung und Weitermachen an.“

Die zehn gleichrangigen Gewinnerkommunen erhalten jeweils 25.000 Euro Preisgeld, das wieder in Klimaprojekte zu investieren ist.

Kontaktdaten:
Herausgeber:
Kreis Viersen | Der Landrat
Büro des Landrates | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Rathausmarkt 3 | 41747 Viersen
pressestelle@kreis-viersen.de
www.kreis-viersen.de

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Neuigkeiten von der Baustelle: Dämmung und Fertigbeton-Bauteile

Auf der Baustelle für unser neues Kreisarchiv, das wir nach den Prinzipien der Zirkulären Wertschöpfung und dem Cradle-to-Cradle-Prinzip errichten, geht es weiter voran.

Mitte Juni wurde die erdberührte Dämmung verlegt. Auf dem Foto sehen Sie die in Sand gebettete Schaumglasdämmung unterhalb der Bodenplatte.

Warum wurde sie dabei in Sand gebettet? So können die Lasten aus der Bodenplatte bestmöglich verteilt werden, ohne die Platten noch zusätzlich auf den Untergrund zu kleben. Schaumglas wird aus Altglas hergestellt – druckfest und resistent gegen Feuchtigkeit -.

Um noch auf eine Abdichtung der erdberührten Bauteile verzichten zu können, wurden diese als wasserundurchlässiger Beton konzipiert. Diese bilden dann eine sogenannte WU-Wanne. Diese WU-Wanne kann leider nicht aus Fertigteilen errichtet werden. Stattdessen verwenden wir hier Betonschalen, die nach dem Einbau noch mit Beton vor Ort ausgegossen werden.

Anker für Schraubverbindungen

Alle übrigen Beton-Bauteile werden als Fertigteile angeliefert. Diese fixieren wir lediglich mit Schraubverbindungen. Dazu werden die Schraubanker bereits in die WU-Wanne einbetoniert. So können diese Bauteile auch intakt zurückgebaut und wiederverwendet werden.

Fertigteilstütze mit Schraubverbindung

 

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Neuigkeiten von der Baustelle: Mehr Biodiversität

Unser neues Kreisarchiv wird nicht nur besonders nachhaltig gebaut, sondern bietet in seinem Außenbereich auch vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum.

Das Foto zeigt die Entwurfsplanung für die Außenanlagen. Unser Ziel ist es, die Biodiversität zu fördern. Dazu werden wir heimische Gräser und Stauden pflanzen. Bienen sollen auf einer mit Blühpflanzen bepflanzten Bienenweide einen Lebensraum finden. Es wird einen Teich geben und ebenso Streuobstareale.

Vögel können in für sie angebrachten Nistkästen brüten und Totholzbereiche werden das neue Zuhause von Igeln.

 

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Neuigkeiten von der Baustelle: Start der Erdarbeiten

Im Februar 2020 haben wir auf der Baustelle unseres Kreisarchivs mit den Erdarbeiten begonnen.

Auf unserem nächsten Foto sehen Sie einen Aufzugschacht mit Bewehrung für die Unterfahrt. Ringsherum haben wir eine Schotterschicht verlegt.

In der Mitte der abgebildeten Baustelle erkennt man eine Sauberkeitsschicht im zentralen Archivbereich. Am Rand sind Technikgänge mit Bewehrung und Schalelementen zu sehen und eine Sandschicht oberhalb diente der Erstellung einer Baustraße.

Hier wurden die Erdarbeiten auf der Baustelle abgeschlossen und eine Sauberkeitsschicht erstellt. Über die Betonarbeiten der Bodenplatte berichten wir in unseren nächsten Beiträgen.

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Open-Space-Büro: IT-Ausstattung

Zu einer modernen Arbeitswelt gehören nicht nur ein innovatives Raumkonzept und die Nutzung nachhaltiger Möbel: Eine gute IT-Ausstattung und mobiles Arbeiten sind ebenfalls Teil davon.

Deshalb haben die Mitarbeitenden unserer Abteilung nun jeder ein eigenes Notebook mit Docking-Station erhalten, wodurch das Arbeiten an jedem Platz bzw. Ort (auch im Home-Office) technisch möglich ist. An den Arbeitsplätzen sind jeweils zwei 22-Zoll Monitore mit variabler Einstellung (Höhe, Abstand, Neigung) am Tisch befestigt. So können die Monitore leichter auf individuelle Bedürfnisse eingestellt werden.

Arbeitsplatz im Open-Space-Büro

Doch nicht nur an den Einzelarbeitsplätzen sind wir gut ausgestattet, sondern auch an den Besprechungstischen. Über beiden Besprechungstischen hängen jeweils 55-Zoll Fernseher, welche nun auch A0-Pläne, z.B. des Fachplaners, digital abbildbar machen.

Die Tische sind mit weiteren Anschlüssen für Strom, LAN und HDMI ausgestattet. Durch zwei WLAN-Hotspots ist auch eine kabellose Verbindung zu den Fernsehern und zum internen Kreis-Netzwerk möglich. Auch für externe Personen ist diese Verbindung nutzbar.

Ein Besprechungsbereich: Mit einem großen Bildschirm ausgestattet

Im nächsten Beitrag berichten wir, wie es ist, in einem Open-Space-Büro zu arbeiten.

 

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Open-Space-Büro: Deckengestaltung

Manchmal muss man seinen Blick nach oben richten, um besondere (Bau-)Elemente zu entdecken. So auch in unserem Open-Space-Büro.

Nicht über jedem Arbeitsplatz oder Aufenthaltsbereich sieht die Decke gleich aus. Die verbaute Akustikdecke schafft unterschiedliche Strukturen aufgrund verwendeter Elemente. So werden verschiedene Zonen und Arbeitsbereiche auch in der Decke sichtbar. Arbeitsbereiche haben eine etwas andere Deckenstruktur, als die kommunikativen Bereiche.

Ein Blickfang ist die Ellipse über der Couch in einem der Kommunikationsbereiche des Open-Space-Büros.

Deutlich sichtbar: Die rote Ellipse.

Über den Arbeitsbereichen sieht die Decke anders aus:

Akustikdecke im Open-Space-Büro

Als technische Abteilung war es für uns selbstverständlich, auch die Technik mit Verkabelung, Trägern und Verschraubungen an der grau gesprühten Decke sichtbar zu lassen.

Weiß, Rot und Grün: Moderne Decke im Büro

In unserem nächsten Beitrag stellen wir Ihnen unsere IT-Ausstattung vor.

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Open-Space-Büro: Raumbegrünung

Pflanzen verleihen Räumen oftmals eine angenehme Atmosphäre. Wir haben uns deshalb ganz bewusst für eine individuelle Raumbegrünung entschieden.

Im Flurbereich bilden die zwei grünen Wände optisch das Entre zum Open-Space-Büro. Am Verweilplatz (Couch) befindet sich ein beidseitig begrünter „Raumtrenner“. Zusätzlich hat jeder Arbeitsplatz eine Pflanze, die auf die Apothekerschränke gestellt wurde. Durch die bepflanzten Kästen ist weniger Ablagefläche für Unterlagen vorhanden, wodurch ein aufgeräumter Eindruck entsteht. Moosbilder an der Wand des Abteilungsleiters und Stellvertreters unterstützen die grüne Wirkung.

Grüne Vielfalt.

Dank der Pflanzen haben wir eine schöne Atmosphäre geschaffen, in der das Wohlbefinden der Mitarbeitenden gefördert und das Raumklima verbessert wird.

Begrünung im Flur vor dem Open-Space-Büro.

 

Ein Wandtrenner aus Pflanzen.

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Open-Space-Büro: Grüne Elemente

In früheren Beiträgen haben wir bereits über die Grundsätze unseres Open-Space-Büros geschrieben und Ihnen auch den verlegten Teppich genauer vorgestellt. Eines fällt auf: Grüne Elemente werden immer wieder sichtbar.

Stühle und Teppichboden – die Farbe Grün ist präsent.

Wir berücksichtigen grüne Elemente im Open-Space-Büro, da die Farbe „Grün“ viele positive Eigenschaften innehat:

  • Grün stärkt Konzentration und Kreativität
  • Grün fördert Toleranz
  • Grün schafft Ruhe und Harmonie
  • Grün steht für den Frühling und die Natur
  • Grün steht für die Erneuerung nach dem Winter
  • Wir gehen einen neuen grünen Weg
  • Der grüne Weg im Teppich verbindet die Arbeitsbereiche
  • Der neue grüne Weg ist symbolisch im Bodenbelag erlebbar und erinnert uns daran, dass wir Nachhaltiges schaffen möchten

Beim Blick in den Raum fallen die grünen Elemente direkt auf.

In der Kombination mit der Farbe Weiß ist eine ruhige Arbeitswelt entstanden. Nach einigen Monaten im Open-Space-Büro können wir die positive Wirkung der grünen Elemente bestätigen. In unserem nächsten Beitrag berichten wir über das Thema „Arbeitsweise“.

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Open-Space-Büro: Einrichtung

In unserem heutigen Beitrag möchten wir etwas mehr zu den Einrichtungsgegenständen in unserem Open-Space-Büro erzählen. Grundsätzlich gilt: Bei der Auswahl der Büroeinrichtung haben wir auf nachhaltige Aspekte geachtet. Die Möbel bestehen aus re­cy­c­ling­fä­higem Material und demontierbaren Bauteilen.

Unsere Schreib- und Besprechungstische sowie Schränke wurden von Steelcase produziert und sind C2C-zertifiziert. Der ebenfalls C2C-zertifizierte Bürostuhl, Modell Aeron, ist von Herman Miller hergestellt worden. C2C bedeutet dabei „Cradle-to-Cradle“ also „von der Wiege zur Wiege“ und beschreibt das Prinzip eines Kreislaufes. Einzelteile der Möbel können nach ihrem Einsatz im Open-Space-Büro erneut verwendet und für den Bau neuer Einrichtungsgegenstände genutzt werden. Sie werden also nicht entsorgt, sondern sind wiederverwendbar.

Das C2C-Prinzip ermöglicht einen schonenderen Umgang mit Ressourcen.

Im Open-Space-Büro sind sowohl Einzelarbeitsplätze als auch kommunikative Arbeitsinseln vorhanden. Dadurch sind mehrere Besprechungsmöglichkeiten und Treffpunkte im Raum verteilt entstanden, die je nach Besprechungssituation oder persönlicher Arbeitsweise genutzt werden.

Besprechungen finden häufig an der Working Bench statt. Auf einem Bildschirm können Pläne, Grafiken und Videos gezeigt werden.

Dank höhenverstellbarer Schreibtische können wir auch mal im Stehen arbeiten und so etwas Gutes für unseren Rücken tun.

In einem späteren Beitrag unserer Reihe zum Open-Space-Büro gehen wir näher auf das Thema „Grüne Elemente“ ein.

 

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Open-Space-Büro: Beleuchtung und Licht

Licht spielt eine große Rolle dabei, wie Räume wirken und wie sich Menschen darin fühlen. Für das neue Büro haben wir deshalb ein Beleuchtungskonzept entwickelt. Da das gesamte Open-Space-Büro auf Grundlage des Nachhaltigkeitsgedankens geplant wurde, sollte die Beleuchtung möglichst ressourcenschonend sein.

Individuelle Lichtgestaltung am Arbeitsplatz durch Stehleuchten.

Im Open-Space-Büro haben wir ganz unterschiedliche Arbeitsbereiche: Einzelarbeitsplätze an Schreibtischen, eine Workbench und einen größeren Besprechungsraum. Das Beleuchtungskonzept ist jeweils auf diese verschiedenen Arbeitsbereiche ausgerichtet, weil sich die Anforderungen je nach Arbeitsbereich unterscheiden.

Wir haben eine „Standard“-Grundbeleuchtung sichtbar in die Decke integriert. Je nach Helligkeit im Raum, können wir die Lichter dimmen. Zur Unterstützung und individuellen Einstellung befinden sich an jedem Arbeitsplatz Stehleuchten. Sie sind mit einer Tageslicht- und Präsenzsteuerung ausgestattet.

Offene Strukturen – mehr Helligkeit.

Insgesamt ist das Licht dadurch, im Vergleich zu anderen Büros in der Kreisverwaltung, individueller und „digitaler“ geworden. Durch die dynamische Lichteinstellung schaffen wir eine Wohlfühlatmosphäre, die für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter individuell angepasst werden kann.

Dank der offenen Bauweise des gesamten Open-Space-Büros fällt außerdem sehr viel Tageslicht in den Raum. Oftmals kann künstliches Licht also einfach mal aus bleiben.

Der nächste Beitrag der Blog-Reihe handelt von der Einrichtung im Open-Space-Büro.