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Eisspeicher versorgt neues Kreisarchiv nachhaltig mit Energie

Auf der Baustelle des neuen Kreisarchivs am Ransberg in Viersen ist eine zweite Baugrube entstanden: Darin verbirgt sich der Eisspeicher – das Herz der nachhaltigen Energieversorgung für das gesamte Archivgebäude. 250 Kubikmeter Wasser fasst der 4,50 Meter hohe und 9,40 Meter im Durchmesser große Betonkübel an der Stirnseite des Gebäudes.

Landrat Dr. Andreas Coenen nutzte bei einem Baustellenbesuch die Gelegenheit, einen Blick auf den Eisspeicher zu werfen, bevor dieser mit Erde bedeckt wird.

„Allein die Größe des Eisspeichers und die dahinterstehende Technik aus der Nähe zu sehen, ist eindrucksvoll. Hier wird sichtbar, dass wir innovative, nachhaltige Lösungen für die Energieversorgung des Kreisarchivs gefunden haben“, sagt Dr. Coenen.

Jan van der Fels koordiniert als Fachmann für Building Information Modeling (BIM) des Kreises Viersen die digitale Planung des Kreisarchivs. Er erklärt die nachhaltige Technik:

„Vereinfacht ausgedrückt: Der Eisspeicher funktioniert in etwa wie ein überdimensionaler Kühlschrank – er gibt überschüssige Wärme aus dem Inneren des Gebäudes nach außen ab.“

Über Leitungs-Spiralen im Eisspeicher kann dem Wasser Energie entzogen oder zugeführt werden: Ist es im Kreisarchiv zu warm, wird die überschüssige Energie in den Eisspeicher geleitet, um sie dort zu speichern. Das Eis taut auf. Wird Wärme im Kreisarchiv benötigt, gefriert das Wasser zu Eis und die freiwerdende Energie fließt ins Gebäude. Die Firma Metternich Haustechnik GmbH aus Windeck führt die Arbeiten aus.

Auch in anderen Gewerken schreiten die Arbeiten voran: Von außen ist bereits die imposante Holzumrundung zu sehen. Holzbau Krogmann aus Lohne verbaut Elemente, die die Firma Derix aus Niederkrüchten gefertigt hat. Im Außenring des Gebäudes richtet der Kreis Viersen Lesesäle und Büros ein.

Der Kubus in der Mitte des Gebäudes, in dem die Archivalien untergebracht werden, erhält eine Fassade aus Klinkersteinen. Hier sind sind das Viersener Bauunternehmen Solbach sowie BS Bau aus Erkelenz beauftragt. Die roten Ziegelsteine stammen aus Gründen der Nachhaltigkeit von abgerissenen Gebäuden aus der Region.

„Der schonende Umgang mit Ressourcen ist zentraler Baustein unserer Klimastrategie“, sagt Landrat Dr. Coenen. „Dass die Kombination zudem sehr gut aussehen wird, lassen die ersten Arbeiten bereits erkennen.“

Landrat Dr. Andreas Coenen (l.) und Jan van der Fels vom Gebäudemanagement des Kreises Viersen an der Baustelle des großen Eisspeichers, der das neue Kreisarchiv mit Energie versorgen wird. Foto: Kreis Viersen / Abdruck honorarfrei

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Papieratlas: Kreis Viersen spart sieben Tonnen CO2 durch Recyclingpapier

Der Papieratlas 2020 würdigt den Kreis Viersen für seinen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz. Durch den Einsatz von Recyclingpapier mit dem Gütesiegel „Blauer Engel“ konnten die CO2-Emissionen des Kreises im Jahr 2019 um fast sieben Tonnen reduziert werden. Mit dem weitgehenden Verzicht auf Frischfaserpapier wurden außerdem mehr als 1,3 Millionen Liter Wasser und rund 260.000 Kilowattstunden Strom eingespart. Landrat Dr. Andreas Coenen wurde als einer von zwölf Landräten in ganz Deutschland für sein persönliches Engagement ausgezeichnet. Er verwendet für die externe und interne Kommunikation ausschließlich Recyclingpapier.

„Der Kreis Viersen arbeitet stetig daran, seinen ökologischen Fußabdruck zu verringern. Die schrittweise Umstellung auf eine papierlose Arbeitsweise und die Verwendung von umweltfreundlichem Papier in der Verwaltung sind ein wichtiger Teil der Klimastrategie des Kreises Viersen. Das Thema Nachhaltigkeit ist mir aber auch persönlich ein Anliegen. Daher freue ich mich umso mehr über die Auszeichnung.”

Landrat Dr. Andreas Coenen

Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Kreis Viersen den Papierverbrauch um 600.000 Blatt reduzieren und gleichzeitig den Anteil an Recyclingpapier mit dem Gütesiegel „Blauer Engel“ von 82 auf 86 Prozent erhöhen. Die damit gewonnene Wasserersparnis von fast 1,3 Millionen Litern deckt den täglichen Trinkwasserbedarf von 10.308 Personen. Der eingesparte Energieverbrauch entspricht dem jährlichen Verbrauch von 73 Dreipersonenhaushalten. Michael Inderhees, Leiter der Abteilung Zentrale Dienste, erläutert: „Die Verwendung von Recyclingpapier ist eine einfache und effektive Möglichkeit, die Umwelt zu schützen. Die Auswertung des Papieratlas zeigt eindrücklich, wie wichtig solche Maßnahmen sind. Auch im folgenden Jahr wollen wir uns daher dem Wettbewerb stellen. Unser Ziel ist es, noch mehr Papier einzusparen und – wo nötig – ausschließlich recyceltes Papier zu verwenden.“

Landrat Dr. Andreas Coenen (rechts) mit Michael Inderhees, Leiter der Abteilung für Zentrale Dienste

Der Papieratlas-Wettbewerb wird von der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) in Kooperation mit dem Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt, dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie dem Deutschen Hochschulverband durchgeführt. Er richtet sich an Städte, Landkreise und Hochschulen in Deutschland. Die Teilnehmenden werden anhand ihres Papierverbrauchs und der Recyclingquote beurteilt. Das Gütesiegel „Blauer Engel“ entspricht den höchsten ökologischen Standards für Recyclingpapier.

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Video zur 2. BIM-Konferenz des Kreises Viersen

Gerne denken wir an die zweite Konferenz zum Thema “Kommunal bauen mit BIM: Digital und Nachhaltig” zurück, die am 30. September bei uns im Kreishaus in Viersen stattgefunden hat. Ein paar bewegte Impressionen von der Veranstaltung bekommen Sie in diesem Video:

Link zum Film: BIM_2. Konferenz_Kommunal bauen

Viel Spaß!

Mehr Informationen rund um die Konferenz finden Sie in diesem Beitrag:

BIM-Konferenz des Kreises Viersen: Digital Planen und Bauen