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VHS-Vortrag: Die Windenergie – Teil der Energiewende

Die klimatischen Ereignisse der letzten Jahre lassen eindeutig erkennen, dass die Erde und dadurch unsere Lebensgrundlagen durch den vom Menschen erzeugten Klimawandel erheblich verändert werden. Um diese Veränderungen zumindest in Grenzen zu halten, ist eine Wende der traditionellen Energietransformationen unausweichlich. Dabei müssen vor allem die Industriestaaten der „ersten“ Welt beispielhaft vorangehen. Die Nutzung der Windenergie ist in diesem Zusammenhang ein essentieller Baustein der „Energiewende“. Der Vortrag gibt einen Überblick über die aktuelle Situation im Kreis Viersen und informiert über Genehmigungsfragen, Planungsgrundlagen sowie Positionen von Gegnern und Befürwortern.

Wann? Donnerstag, 9. Dezember von 19:00 Uhr – 21:15 Uhr

Wo? Burse der Propsteigemeinde, An Sankt Marien 15, 47906 Kempen

Mehr Infos unter: https://www.kreis-viersen-vhs.de/index.php?id=3&kathaupt=11&knr=T720402&fbclid=IwAR3OQU70XVjUeWWQ2axqsKeeclLQ-GDqZvdN-yHAuM2quh8m9jwj9csFzsY

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3. C2C Congress in Mönchengladbach

Am 4. November fand in Mönchengladbach der 3. Cradle to Cradle Congress 2021 statt. Thematische Schwerpunkte der letzten Etappe in der Kaiser-Friedrich-Halle waren insbesondere die städtische und regionale Entwicklung und der Beitrag der kommunalen Akteure zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft nach Cradle to Cradle.

Rund 150 Teilnehmende vor Ort sowie etwa 200 Teilnehmende im Live-Stream nahmen an der Veranstaltung teil, die auch in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft der Bundesumweltministerin Svenja Schulze stand. Neben Berichten zu ersten Erfahrungen und Erfolgen berichteten Unternehmen und Kommunen von Bauprojekten, aber auch zum Vorgehen C2C-gerechter Beschaffung von beispielsweise Schreibwaren und Verbrauchsgütern oder der Ausschreibung von Reinigungsleistung.

Im Rahmen des Kongresses stellte die Gastgeberin, die Cradle to Cradle NGO, auch die in einem zweijährigen Prozesse erarbeitete HandreichungC2C im Bau: Orientierung für Kommunen“ vor. Gemeinsam mit der NORDAKADEMIE hat die C2C NGO die Inhalte konzeptioniert und unter Mitwirkung vieler ehrenamtlicher Autoren und fachlich Mitwirkender die wichtigsten Informationen zu diesem Thema Zusammengetragen. Die Besonderheit dieser Publikation ist die Veröffentlichung in Form einer Internetpräsenz, die so den Leserinnen und Lesern einen leichten Zugang zu dem Gebiet und den anstehenden Aufgaben ermöglicht. Der Leitfaden soll künftig stetig weiterentwickelt werden. Zu finden ist die Handreichung unter: www.C2C-bau.org

„Die kommunalen Gebietskörperschaften können als Bauherr, Genehmigungsbehörde und in der Stadtplanung die notwendige Transformation zu einer echten Kreislaufwirtschaft nach Cradle to Cradle vorantreiben“, weiß Projektmanagerin Lena Junker von der C2C NGO. „Kommunen sind aber nicht nur in einer Vorbildfunktion, sondern profitieren selbst in urbanen Räumen und vor allem auch in ländlichen Regionen von dem Ansatz C2C. Denn durch den Fokus auf Qualität für eine echte Kreislaufführung schon beim Design von Produkten anstatt, dass über ein Recycling erst nach ihrer Nutzung nachgedacht wird, wird die hochwertige Wiederverwendung von Ressourcen ermöglicht. Dies entkoppelt das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch und wertet die Lebensräume der Bevölkerung auf. Daher haben wir auch das Netzwerk Cradle to Cradle Regionen gegründet“, ergänzt Lorena Zangl, Referatsleiterin für Kommunale Entwicklung bei der C2C NGO.

 „Dieses Engagement ist absolut begrüßenswert und im Rahmen dieser sehr gelungenen Veranstaltung gleichsam erfrischend“, lobt Jan van der Fels, BIM-Manager beim Kreis Viersen und ergänzt: „Sehr gerne habe ich daher stellvertretend für den Kreis Viersen bei der Handreichung für die Kommunen mitgewirkt und schätze die gegenseitige Unterstützung.“

 

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Produkte im Kreislauf – Das Cradle to Cradle Designkonzept

Online-Vortrag der Kreisvolkshochschule Viersen

Das Cradle to Cradle® Designprinzip hat die Natur zum Vorbild: Ziel ist es, nicht nur negative Einflüsse zu minimieren, sondern einen positiven Fußabdruck zu hinterlassen. So entstehen Produkte, Prozesse, Gebäude und Städte, die sicher für den Menschen, gesund für die Umwelt und erfolgreich für die Wirtschaft sind. Dieses Prinzip wurde beispielsweise beim Bau des Stadthauses in Venlo verfolgt. Auch das neue Kreisarchiv in Viersen wird nach dem Prinzip der Zirkulären Wertschöpfung errichtet – einem ähnlichen Ansatz.

Doch wie genau funktioniert das C2C beim Planen und Bauen? Wie schafft man es, die Materialien so zu erfassen, dass sie auch in Jahren noch nutzbar sind? Wie gestaltet man Gegenstände so, dass sie überhaupt wieder auseinander genommen werden können? Wie lässt sich C2C zu Hause verwirklichen? Und wie viel kostet das Ganze?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Online-Vortrag der Kreisvolkshochschule am Donnerstag, 11. November, um 19 Uhr mit anschließender Diskussion.

Der Referent, Professor Karl Koltze lehrt an der Hochschule Niederrhein im Bereich Konstruktionslehre und Textilmaschinenbau. Er ist Mitglied der Cradle to Cradle NGO Regionalgruppe Düsseldorf.

Anmeldungen über kreis-viersen-vhs.de, vhs@kreis-viersen.de oder 02162 93480.

Rückfragen und Pressekontakt: Markus Wöhrl, Fachbereichsleiter Umwelt und Gesundheit, Tel.: 02162-9348-34, E-Mail: markus.woehrl@kreis-viersen.de

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VHS-Veranstaltung „Fridays for Future: moralischer Fortschritt oder der große Zeigefinger?“

Vortrag mit Diskussion der Kreisvolkshochschule Viersen

Zu den populärsten Personen der Gegenwart gehört zurzeit die schwedische Klimaaktivistin und Vordenkerin Greta Thunberg. In der von ihr initiierten Bewegung „Fridays for Future“ formierten sich global Tausende von Schüler*innen. Im Mittelpunkt eines Vortrags bei der Kreisvolkshochschule Viersen stehen das Profil, die Entstehung und die Perspektiven der Protestbewegung in Deutschland. Aber auch die Rolle von Medien und Politik. Darüber hinaus werden offene ethische und sozialpolitische Fragen, wie zum Beispiel: „Haben zukünftige Generationen absolute Rechte? Wie viele Lasten muss die gegenwärtige Generation für das Wohl künftiger Generationen schultern? Kann man von Schwellenländern fordern, ihre Entwicklung zu verlangsamen, um Klimaschutz zu betreiben?“ kontrovers diskutiert.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 23. September 2021, um 19:30 Uhr im Gemeindezentrum der Thomaskirche, Wachtendonker Straße 4, in Kempen statt. Der Eintritt ist frei. Referent Dr. Jens Korfkamp hat Sozialwissenschaften an der Gerhard-Mercator-Universität-GH Duisburg studiert und im Fach Politologie an der Goethe Universität in Frankfurt/Main promoviert. Nach Tätigkeiten bei verschiedenen Forschungs- und Bildungsinstitutionen leitet er seit 2001 die Verbandsvolkshochschule Rheinberg.

Anmeldungen über kreis-viersen-vhs.de, vhs@kreis-viersen.de oder 02162 93480.

Rückfragen und Pressekontakt: Markus Wöhrl, Fachbereichsleiter Umwelt und Gesundheit, Tel.: 02162-9348-34, E-Mail: markus.woehrl@kreis-viersen.de

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Nachhaltig bauen mit Holz – Ein Praxisbericht

VHS-Vortrag über nachhaltigen Eigenheimbau

Das herkömmliche Bauen mit Beton verbraucht sehr viel CO2 – vor allem bei der Zementproduktion. Das Bauen mit zertifiziertem Holz gilt da als nachhaltige Alternative. In den vergangenen 20 Jahren hat der Bau mit Holzelementen große technologische Fortschritte gemacht. Inzwischen werden ganze Bürogebäude und Hotels aus Holz gebaut.

Und wie kann man privat mit Holz bauen? Damit beschäftigt sich ein Vortrag der Kreisvolkshochschule Viersen am Donnerstag, 9. September, um 19 Uhr im Berufskolleg Viersen-Dülken. Architekt Tim Witte wollte Vorbild sein und hat sein eigenes Wohnhaus aus Holz gebaut. Er zeigt, welche Möglichkeiten das Bauen mit Holz bietet und welche Vorteile es für die Bewohner*innen und die Umwelt hat. Seine Überzeugung: „In einer Zeit, da immer mehr Bauträger ganze Wohnsiedlungen, mit immer den gleichen Haustypen vermarkten, liegt es auf der Hand, mit Holz und verantwortungsvoll zu bauen.“ Der Referent arbeitet als Architekt im Korschenbroich Architekturbüro ottenarchitekten. Als überzeugter Vertreter nachhaltiger und visionärer Architektur baute er  ein Mehrgenerationenhaus in Holzmassivbauweise.

Die Veranstaltung findet in der Cafeteria des Berufskollegs Viersen, Nikolaus-Groß-Straße 7, statt.

Anmeldungen über kreis-viersen-vhs.de, vhs@kreis-viersen.de oder 02162 93480.

Rückfragen und Pressekontakt: Markus Wöhrl, Fachbereichsleiter Umwelt und Gesundheit, Tel.: 02162-9348-34, E-Mail: markus.woehrl@kreis-viersen.de

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VHS: “Zukunftsfragen – Zukunft wagen!” – Verbote oder Vernunft? Wie retten wir Klima und Umwelt?

VHS-Diskussion zur Bundestagswahl

Die verheerenden Überschwemmungen des Sommers haben in Zeiten der Corona-Pandemie wieder deutlich gemacht, wie konkret und unberechenbar die ersten Auswirkungen des Klimawandels sind. Dauerhaft sind 65 Prozent der Deutschen der Meinung, der Umwelt- und Klimaschutz sei ein sehr wichtiges Thema (1). Über 90 Prozent sprechen sich sogar für einen zügigen, sozialverträglichen Strukturwandel hin zu mehr (ökologischer) Nachhaltigkeit aus – sie sehen also Handlungsbedarf.

Doch wie soll das gehen? Müssen wir uns selbst mehr ökologisch schädliches Verhalten verbieten und besteuern lassen, weil sonst nichts aus den guten Absichten wird? Oder setzen wir auf Vernunft und positive Anreize, weil sie motivieren und die Eigenverantwortung stärken? Kurzum: Wie schaffen wir es, dass alle, die sich mehr Nachhaltigkeit wünschen, auch tatsächlich ihren Beitrag leisten – und zwar am besten ab morgen? Und wie erhalten wir unseren Status als Industrie-, Forschungs- und Mittelstandsland?

Die zügige Suche nach Antworten auf diese Fragen wird die Arbeit des neuen Bundestags stark prägen. Welche unterschiedlichen Antworten haben die Parteien auf das gemeinsam erkannte Problem? Darüber diskutiert der Fachbereichsleiter für Umwelt und Gesundheit, Markus Wöhrl, mit den Direktkandidaten zur Bundestagswahl 2021 aus dem Kreis Viersen. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 2. September 2021, um 19 Uhr in der Aula des Berufskollegs Viersen, Heesstraße 95, in Viersen statt. Der Eintritt ist frei.

Anmeldungen über kreis-viersen-vhs.de, vhs@kreis-viersen.de oder 02162 93480.

Rückfragen und Pressekontakt: Markus Wöhrl, Fachbereichsleiter Umwelt und Gesundheit, Tel.: 02162-9348-34, E-Mail: markus.woehrl@kreis-viersen.de

(1) Umweltbewusstseinsstudie 2020 des Instituts für sozial-ökologische Forschung im Auftrag des Umweltbundesamtes.

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Abgesagt / VHS: „Zukunftsfragen – Zukunft wagen!“: Stadtentwicklung in pandemischer Zeit – Herausforderungen für Stadt und Land

Der Vortrag „Stadtentwicklung in pandemischer Zeit“ am 26. August muss leider ausfallen. Der Vortrag wird im ersten Halbjahr 2022 nachgeholt.

VHS startet Fortsetzung der Nachhaltigkeitsreihe: Zukunftsfragen – Zukunft wagen!

Städtebau und Stadtentwicklung sind komplexe Gebilde, die einer ständigen Veränderung unterworfen sind. Historische Strukturen und moderne Veränderungen bilden räumlich ab, wie sich Gesellschaft verändert.

Die Corona-Pandemie hat der Gesellschaft vor Augen geführt, an welchen Stellen sie besonders verwundbar und störanfällig ist und das Bewusstsein für überfällige Veränderungen geschärft. Genau mit dieser aktuellen Entwicklung beschäftigt sich Städtebau-Experte Prof. Rolf Westerheide in einem Vortrag bei der Kreisvolkshochschule Viersen.

Westerheides Überzeugung: Das gemischte Wohngebiet (Quartier) und die „Stadt der kurzen Wege“ sind ohne Alternative, wenn man unnötige Mobilität vermeiden will. Stadt braucht Lebensqualität und attraktive Aufenthaltsbereiche. Urbanität ist nicht maximale Dichte, sondern stadträumliche Qualität. Dazu gehören unter anderem Klimaanpassung, Nutzungsmischung, Flexibilität und bauliche Vielfalt. Kleinteiligkeit kann hohe Anpassungsfähigkeit von Wohngebieten, Städten und Regionen garantieren.

Der Vortrag soll die Handlungsfelder des Städtebaus, der Stadt- und Regionalplanung, der Architektur und der Freiraumgestaltung als wesentliche Impulse für dauerhaft angelegte Veränderungen betrachten.

Professor Rolf Westerheide ist Architekt und Stadtplaner. Er ist Professor für Städtebau i.R. an der Fakultät für Architektur an der RWTH Aachen. Er war und ist Vorsitzender in Städtebau- und Gestaltungsbeiräten in Bonn, Wuppertal, Soest, Aachen und Düren. Er ist Vorsitzender des Ausschusses Stadtplanung und Vorstandsmitglied der Architektenkammer NRW und Mitglied im Vorstand der Bundesarchitektenkammer in Berlin, dort leitet u.a. den Bundesausschuss für Stadtplanung.

Forschungsschwerpunkte sind der Ländliche Raum und die Dörfer in Bezug zur Steuerung der Gestaltqualitäten und Prozesssteuerung zur Innenentwicklung.

Der Vortrag mit anschließender Diskussion finden am Donnerstag, 26. August 2021, ab 19 Uhr im Pfarrzentrum St. Josef, Eibenweg 1, in Kempen statt. Der Eintritt ist frei.

Anmeldungen über kreis-viersen-vhs.de, vhs@kreis-viersen.de oder 02162 93480.

Rückfragen und Pressekontakt: Markus Wöhrl, Fachbereichsleiter Umwelt und Gesundheit, Tel.: 02162-9348-34, E-Mail: markus.woehrl@kreis-viersen.de

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VHS-Veranstaltung „Bauen mit Lehm“: Unternehmensbesichtigung von Claytec

Fast alle Veranstaltungen der Nachhaltigkeitsreihe „Zukunftsfragen – Zukunft wagen!“ der Kreisvolkshochschule Viersen mussten in diesem Semster ausfallen. Eine Exkursion kann nun aber noch stattfinden: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchen die Firma CLAYTEC in Viersen-Boisheim. Sie produziert und vertreibt seit mehr als 35 Jahren Baustoffe aus Lehm. Entstanden ist CLAYTEC aus einem Handwerksbetrieb.

Bei der Unternehmensbesichtigung erklärt Geschäftsführer Maximilian Breidenbach, wie Lehmputze aus natürlichen Bestandteilen hergestellt werden – in heimischen Lagern und Produktionsstätten. Von der Gewinnung, über die Veredlung, vom Einbau über die Nutzung bis hin zur erneuten Nutzung irgendwann gilt: Für kaum ein anderes Baumaterial wird so wenig Energie aufgewendet. CO2-Emissionen entfallen bei Lehm nahezu, seine Festigkeit und Bindekraft gibt die Natur gratis.

Die Exkursion ist entgeltfrei und beginnt am Freitag, 18. Juni, um 17 Uhr bei der Firma Claytec, Nettetaler Straße 113 in Viersen-Boisheim. Anmeldungen sind erforderlich über kreis-viersen-vhs.de, vhs@kreis-viersen.de oder 02162 93480. Es herrscht Maskenpflicht.

Ihr Ansprechpartner bei Rückfragen:

Markus Wöhrl
Fachbereichsleiter Umwelt und Gesundheit
Tel.: 02162 9348-34
E-Mail: markus.woehrl@kreis-viersen.de

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Wie sich im Kreis Treibhausgase einsparen lassen

Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, Tipps zu geben

Wie kann der Kreis Viersen zukünftig Treibhausgase vermeiden? Um diese Frage zu beantworten, setzen der Kreis, die Städte Tönisvorst und Viersen sowie die Gemeinden Brüggen, Grefrath, Niederkrüchten und Schwalmtal auf die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger sowie auf die Hilfe von Vereinen und Unternehmen.

Der Kreis und die Kommunen schreiben bis zum nächsten Jahr gemeinsam mit der energielenker projects GmbH ihr integriertes Klimaschutzkonzept fort. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie anderer Akteure im Kreis spielen bei der Erarbeitung des Konzepts eine wichtige Rolle.

Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es, Maßnahmen für die Einhaltung des 1,5 Grad Ziels entsprechend des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, Weltklimarat) zu formulieren und konkrete Potenziale zur Reduzierung von Treibhausgasen im Kreis zu heben. Ergänzt wird das übergeordnete Ziel durch die jeweiligen Beschlüsse zum Klimaschutz in den teilnehmenden Kommunen.

Dafür ist auch eine sechswöchige Online-Beteiligung vorgesehen. Hierzu ist die Öffentlichkeit aufgerufen, vom 19. Mai an bis zum 30. Juni Potenziale für Maßnahmen zum Klimaschutz – wie der Einsparung von Treibhausemissionen – auf der interaktiven Karte zu lokalisieren und identifizieren. Neben der Öffentlichkeit sind auch die lokalen Akteure aus der Wirtschaft, aus Vereinen und der Zivilgesellschaft aufgerufen, ihre Ideen online einzubringen. Landrat Dr. Andreas Coenen sowie die Bürgermeisterin und die Bürgermeister der Städte Viersen und Tönisvorst sowie der Gemeinden Brüggen, Grefrath, Niederkrüchten und Schwalmtal rufen zum Mitmachen auf.

„Klimaschutz geht uns alle an. Darum ist es auch so wichtig, dass sich die Menschen vor Ort mit eigenen Ideen einbringen. Wir hoffen auf rege Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger, der Vereine und Unternehmen an unserem Onlineprojekt.“ Landrat Dr. Andreas Coenen

Auf der Karte können Markierungen gesetzt und Hinweise gegeben werden, wo im Kreisgebiet Potenziale zur Einsparung von Treibhausgasen liegen oder Maßnahmen für mehr Klimaschutz möglich sind. Dazu zählen unter anderem Ideen zum Ausbau der erneuerbaren Energien, Vorschläge zu Beratungsangeboten oder Hinweise auf Potenziale in der Mobilität. Zusätzlich steht unter der Karte auch ein Eingabefeld für allgemeine Anregungen zur Verfügung. Themen zum Umweltschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel (zum Beispiel Starkregen, Hitze, Schottergärten, Blühstreifen, Biodiversität etc.) sind nicht Bestandteil der Onlinebeteiligung.

Im Nachgang der Onlinebeteiligung werden die Eingaben gesichtet und ausgewertet. Die Anregungen fließen dabei in die Erarbeitung des Konzeptes ein. Das Klimaschutzkonzept wird einen Maßnahmenkatalog enthalten, den der Kreis sowie die Städte und Gemeinden nach der Beschlussfassung umsetzen möchten.

Link zur Onlinekarte: www.kreis-viersen.de/klimaschutz

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Digitales Bauen – Leitfäden der Landesregierung

Nordrhein-Westfalen will digitales Bauen vorantreiben. Denn Digital trifft immer noch zu oft auf Analog: Das soll sich in Zukunft ändern. Jan van der Fels, BIM-Manager beim Kreis Viersen, hat an den aktuellen Leitfäden der Landesregierung mitgearbeitet.

Die nordrhein-westfälische Bauwirtschaft ist innovativ und kreativ, wenn es darum geht, Potentiale für Qualitäts- und Effizienzsteigerungen und für eine Optimierung der Produktionszeit beim Bau durch höhere Produktivität und Ressourceneffizienz auszuschöpfen und Perspektiven für ressourcenschonende Fertigungsverfahren und Baustoffe zu entwickeln, die die Grundlage für zukunftsweisende Wirtschaftszweige schaffen.

Unser gemeinsames Ziel ist es, Nordrhein-Westfalen zum Vorreiter bei der Entwicklung und Nutzung innovativer Bautechnologien und -verfahren zu machen und die Wettbewerbsfähigkeit der nordrhein-westfälischen Bauwirtschaft für die Zukunft zu sichern.

Neue Bauhaus-Bewegung

„Bauhaus“ – das steht für die berühmte moderne Schule für Kunst-Design und Architektur. Es ging darum, eine neue „Baukunst“ durch die Vereinigung von Kunst und Handwerk zu erschaffen. Heute geht es darum, Kunst, Architektur und moderne Techniken – unser Können und unsere Fähigkeiten – zugunsten einer nachhaltigeren Bauwirtschaft in einer neuen Bauhaus-Bewegung zu bündeln.

Innovative Ansätze

Dass wir das können, zeigt das erste durchgenehmigte 3D-Druck-Haus, welches in Nordrhein-Westfalen gedruckt wird. Dass wir das können, zeigen viele weitere innovative Ansätze, die im ganzen Land Nordrhein-Westfalen entstehen.

2,5 Millionen Euro für innovative Bauverfahren

Um Innovation, Forschung und die Digitalisierung der Bauwirtschaft voranzutreiben, unterstützen wir Sie: Landesweit stehen 2,5 Millionen Euro für Forschungsvorhaben, Wissenstransfers, Modellprojekte und innovative Bauverfahren zur Verfügung.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen hat das Bauportal.NRW entwickelt. Auf der Internetseite www.bauportal.nrw können Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Architektinnen und Architekten sowie Ingenieurinnen und Ingenieure ab sofort zielgruppengerecht alle Informationen rund um das Baugenehmigungsverfahren und verwandte Verwaltungsleistungen finden.

Zu oft trifft digital noch auf analog. Dies verlangsamt oftmals den gesamten Bauprozess. Wohnen ist elementarer Bestandteil der Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger. Deshalb verbessert die Landesregierungen die Rahmenbedingungen für das Bauen. Das digitale Baugenehmigungsverfahren ist ein wichtiger Bestandteil davon.

Umfassender Service

Das Bauportal.NRW bietet Service, der kontinuierlich ausgebaut wird. Auf dem Portal finden sich Informationen über den Ablauf eines Baugenehmigungsverfahrens, die Zuständigkeiten sowie einschlägige Begrifflichkeiten, Rechtsvorschriften sowie alle wichtigen Erlasse, Hinweise, Empfehlungen und Merkblätter der obersten Bauaufsichtsbehörde ebenso wie alle amtlichen Formulare und Vordrucke. Darüber hinaus bietet das Portal grundlegende Informationen zur Bauleitplanung und verlinkt zu den online verfügbaren Bauleitplänen der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen.

Bauanträge digital übermitteln

In der 1. Jahreshälfte 2021 wird das Bauportal um einen Antrags- und Dokumentenassistenten ergänzt. Der Antragsassistent startet zunächst mit dem einfachen Baugenehmigungsverfahren nach Paragraph 64 der Landesbauordnung Nordrhein-Westfalen 2018. Weitere Antragsverfahren werden im Laufe des Jahres 2021 entwickelt und zur Nutzung freigegeben. Mithilfe des Assistenten können Bauanträge und weitere Unterlagen komplett digital an die zuständige Bauaufsichtsbehörde übermittelt werden, wenn sich diese an das Bauportal angeschlossen hat. Die Kommunen entscheiden entsprechend ihrer Möglichkeiten, ob und wie sie für Ihren Zuständigkeitsbereich eine Antragsstellung über das Bauportal.NRW ermöglichen werden.

In einer ersten Projektphase hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung zusammen mit sechs Kommunen im Juni 2018 das Modellprojekt „Digitales Baugenehmigungsverfahren in Nordrhein-Westfalen“ gestartet. Ziel des Projekts: Die insgesamt 212 unteren Bauaufsichtsbehörden in Nordrhein-Westfalen bei der Ausarbeitung von Maßnahmen zur Digitalisierung des Baugenehmigungsverfahrens zu unterstützen und einen Standardprozess zu erarbeiten. Ein wichtiges Ergebnis des Projekts ist nun die Initiierung des Bauportals.

DIE LANDESREGIERUNG FÖRDERT DIGITALES BAUEN

Über kürzere Planungs- und Bauzeiten, bis hin zur schnelleren Realisierung: Die Digitalisierung birgt für Bauprojekte ein hohes Potential. Auch im Gebäudebestand hilft digitales Bauen dabei, Prozesse zu optimieren, transparenter zu gestalten und damit letztlich Kosten zu senken. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung will die Digitalisierung zielgerichtet vorantreiben und verantwortlich mitgestalten.

Beim Hoch- und Tiefbau trägt die Digitalisierung zur Produktivitätssteigerung der Planungs- und Baubranche aber auch zur Steigerung der Nachhaltigkeit des Bauens und Bewirtschaftens von Immobilien bei. Für den Baubereich kommt dabei dem Building Information Modeling (BIM) eine zentrale Rolle zu.

Daneben können durch Digitalisierung auch Verwaltungsprozesse via Digitale Baugenehmigungen beschleunigt sowie Daten zur Digitalen Baukostenplanung zentral auf Landesebene gesammelt und zur Verfügung gestellt werden.

Mehr Informationen unter https://www.mhkbg.nrw/themen/bau/digitales-bauen.