Autor-Archiv Niklas Vath

VonNiklas Vath

Innovationsworkshop in Venlo am 12.06.2019

Am vergangenen Mittwoch, den 12.06.2019, waren unser BIM-Manager, Jan van der Fels und ich auf dem Innovationsworkshop zum Thema zirkulärer Materialien und Gebäuden im Hotel Van der Valk im niederländischen Venlo. Organisiert wurde die Veranstaltung vom C2C ExpoLab und dem Healthy Building Network. Neben dem Netzwerken mit verschiedenen Akteuren im Bereich des nachhaltigen und zirkulären Bauens standen Vorträge zu Business Cases sowie Gebäuderestwerten im Vordergrund.

Die Teilnahme am Innovationsworkshop war für uns eine super Gelegenheit, uns mit anderen Akteuren auszutauschen. Wir konnten über unsere eigenen Erfahrungen berichten und erhielten neue spannende Einblicke in Aspekte gesunden Bauens. Dieser Workshop findet am 10.09.2019 nochmals in Krefeld statt.

 

Mehr Infos gibt es hier:

https://healthybuildingnetwork.com/de/innovationsworkshop-c2cexpolab-1206/

VonNiklas Vath

Zwei weitere Gebäude am Ransberg

Dass der Kreis Viersen mit dem neuen Kreisarchiv am Ransberg in Viersen-Dülken auch ein Statement in Sachen „zirkuläre Wertschöpfung“ abgeben will, ist bekannt. Inzwischen plant die Kreisverwaltung im Gewerbegebiet Ransberg – direkt entlang der Viersener Straße zwei weitere Gebäude. Hier sollen auch das dringend benötigte Ersatzgebäude für die Overbergschule (Förderzentrum West) und ein neues Straßenverkehrsamt entstehen. Auch sie sollen nach den Prinzipien der „zirkulären Wertschöpfung“ gebaut werden.

Die Gebäude sollen damit mehr Energie erzeugen, als sie verbrauchen. Alle Baustoffe und Materialien sollen nach ihrer Nutzung neu verwendet werden können. Dieses Prinzip gilt für den Beton und den Fußbodenbelag genauso wie für die Schreibtischstühle und andere Möbel. So soll das Kreisarchiv über seine Bedeutung als Archiv hinaus zu einem Ort werden, der die Besucher einlädt, über Themen wie Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung nachzudenken.

Kurz vor der Bauphase: Das Kreisarchiv

Direkt am Beginn der kleinen Stichstraße zu den Kreiseinrichtungen wird das Kreisarchiv liegen. Es wirkt hier als repräsentatives Eingangsgebäude besonders stark. Der Haupteingang ist abgewandt von der verkehrsreicherem Viersener Straße. Das Archiv ist etwas nach Süden versetzt und gibt den Blick auf die anschließende Bebauung frei.

Zurzeit laufen die Fachplanungen für das Kreisarchiv. Sie sind der letzte Schritt vor der Vergabe der Bauarbeiten. Der erste Spatenstich für das Kreisarchiv soll Anfang 2019 erfolgen.

Mehr Platz für die Kreisverwaltung: Das Straßenverkehrsamt

An das Kreisarchiv schließt westlich (in Richtung Dülken) das Straßenverkehrsamt an. Es könnte aus zwei Gebäudeteilen bestehen, die einen Innenhof mit dem Parkplatz umschließen. Der Parkplatz seitlich mit Wänden eingefasst und verbirgt so die Autos der Besucher. So wird es keinen hässlichen Großparkplatz geben, sondern kleinere Parkzonen.

Angedockt an das Berufskolleg: Die Förderschule

An dritter Stelle folgt der Ersatzbau für die Overbergschule. Er ist zum Bau des Berufskollegs Viersen hin ausgerichtet. Die Schule soll den Schulhof (mit der Cafeteria) des Berufskollegs abschließen und damit auch einen gemeinsamen Zugang haben. Eine alternative Nutzung als Teil des Berufskollegs wäre später gut möglich. Dort, wo die Schulachsen und die Achse der neuen Kreisgebäude aufeinandertreffen, entsteht für die Schule ein spannender Innenhof, der einen geschützten Bereich bildet. Die einzelnen Gebäudeteile werden durch Glaselemente miteinander verbunden. Der Haupteingang liegt am großen Schulhof des Berufskollegs. Hier könnte eine Vorfahrt für Schulbusse mit einer Wendeschleife sein.

Nachbarschaft mit Mehrwert

Das Nebeneinander der drei Neubauten macht es möglich, im Sinne der zirkulären Wertschöpfung viele Einrichtungen und Anlagen gemeinsam zu nutzen und somit einen noch größeren Effekt zu erzielen.

So könnte die Energie für alle Gebäude gemeinsam erzeugt und genutzt werden und auch die Haustechnik könnte auf doppelte Strukturen verzichten. So ließen sich Heizung und Klimatechnik genauso für mehrere Gebäude einrichten wie ein Regenwasserspeicher oder die Infrastruktur für die IT.

Auch die Außenanlage aller Gebäude könnte durch ein Gestaltungskonzept mit „aus einem Guss“ eine aktiv zur Steigerung der Artenvielfalt beitragen.

Die Neubauten bieten für den Kreis Viersen als öffentliche Verwaltung die einmalige Chance, an gleich drei Gebäuden zu zeigen, dass zirkukläre Wertschöpfung funktioniert. Gleich mehrere Kommunen in NRW wollen sich bei ihren Neubauten an der zirkulären Wertschöpfung orientieren. Viele sind allerdings noch in der ersten Planungsphase. Das Interesse der Fachwelt am Bau des Kreisarchivs ist deshalb schon jetzt sehr groß.

Die drei Gebäude des Kreises sollen darüber hinaus nicht nur Leuchttürme für die zirkuläre Wertschöpfung sein. Durch ihre hochwertige architektonische Gestaltung können Sie einen wichtigen Beitrag zur Quartiersentwicklung am Ransberg leisten. So werden Sie einen starken Akzent am Dülkener Ortseingang setzen.