Autor-Archiv Benedikt Giesbers

VonBenedikt Giesbers

Neues Lichtkonzept für das Spielzeugmuseum des Niederrheinischen Freilichtmuseums

Auf Knopfdruck geht das Licht in der Manege des Zirkus Althoff an und die Zirkuswagen leuchten auf: Das umfangreiche Miniatur-Zirkusmodell ist eines der Highlights im Spielzeugmuseum des Niederrheinischen Freilichtmuseums in Trägerschaft des Kreises Viersen. Die Besucher können die Details – nicht nur im Zirkuszelt – nun noch besser sehen. Denn das gesamte Spielzeugmuseum hat ein modernes Lichtkonzept mit LEDs erhalten.

„Die Renovierung bringt viele Vorteile: Durch die LEDs ist es heller und die Besucher sehen deutlich mehr. Die Farben der Ausstellungsstücke wirken durch die hohe Farbwiedergabe deutlich besser und ein Verblassen ist ausgeschlossen. Und nicht zuletzt sind die Lampen effizienter: Das spart Energie und Stromkosten.“
Landrat Dr. Andreas Coenen.

Durch die neue Beleuchtung kann 70 Prozent der bisherigen Energie eingespart werden – die Kosten sinken um rund 4.000 Euro jährlich. „Die Renovierung war nötig, um das Lichtkonzept energetisch sowie technisch den heutigen Anforderungen anzupassen“, sagt Niklas Vath, Energiemanager im Gebäudemanagement des Kreises. Die neue LED-Beleuchtung besteht aus Panels, LED-Streifen, Spots und Strahlern. So kann jeder Ausstellungsbereich individuell beleuchtet werden. Per App können die Mitarbeiter jede Leuchte einzeln ansteuern und heller oder dunkler stellen – etwa, wenn einzelne Ausstellungsstücke ausgetauscht werden. „Durch die Ansteuerung einzelner Lampen können wir bei Führungen beispielsweise den Fokus auf bestimmte Vitrinen lenken“, sagt Museumsleiterin Anke Petrat.

Neue LEDs im Spielzeugmuseum

Auf Knopfdruck erhellen die neuen LEDs die Ausstellungsstücke

Die Kosten der Beleuchtungserneuerung belaufen sich auf rund 35.000 Euro. 25.000 Euro davon trägt die Sparkassenstiftung für Natur und Kultur Kreis Viersen der Sparkasse Krefeld.

„Die Stiftung Natur und Kultur Kreis Viersen hat das Freilichtmuseum gerne zum wiederholten Male aus ihren Erträgen unterstützt. Wir freuen uns, dass das nun sichtbare sehr ‘erhellende’ und erfolgreiche Ergebnis der neuen Beleuchtung künftig ein Gewinn für alle Besucher beim Betrachten der Exponate sein wird.”
Dr. Birgit Roos, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Krefeld

Das Spielzeugmuseum
Als „Museum im Museum“ zeigt das Spielzeugmuseum des Niederrheinischen Freilichtmuseums auf drei Etagen Spielzeug aus drei Jahrhunderten. Die Exponate sind in Themenbereiche gegliedert und zeigen Aspekte der Spielkultur. Die Ausstellungsstücke zeigen Typisches, Wertvolles, Seltenes, aber auch Unbekanntes, Selbstgemachtes und Überraschendes. Die Bandbreite reich von historischen Puppen und Fahrzeugen bis hin zu modernen Brett- und Computerspielen.

VonBenedikt Giesbers

Kreisarchiv nimmt weiter Form an – auch digital

Wer regelmäßig am Ransberg in Viersen vorbeikommt, dem ist der Baufortschritt des neuen Kreisarchives aufgefallen: Das Kellergeschoss ist fertiggestellt – jetzt nehmen die oberen Etagen Konturen an. Wie das fertige Gebäude aussehen wird, zeigt eine neue detailgetreue 3D-Visualisierung. Der Neubau des Kreisarchivs ist voll im Zeitplan. Die Wände des Untergeschosses stehen und die Bodenplatten sind abgedichtet. Auch die Stützen für die erste Etage des zentralen Archivgebäudes wurden errichtet.

„Das Gebäude nimmt immer mehr Form an. In den nächsten Monaten wird rund alle drei Wochen ein neues Geschoss entstehen. Mit dem komplett nachhaltigen und klimafreundlichen Bau beschreiten wir neue Wege. Dass uns das bisher so gut gelingt, ist nur durch die engagierte Zusammenarbeit aller Beteiligten möglich.“
Landrat Dr. Andreas Coenen

Bis Jahresende erfolgen die letzten Tiefbauarbeiten sowie die Fertigstellung der Fassade, des Klinkers und der Außenhaut. Im Frühjahr 2021 wird abschließend der Außenbereich angelegt. Im nächsten Sommer sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Innenansicht

So wird das neue Kreisarchiv von Innen aussehen.

Schon jetzt geben 3D-Visualisierungen des Neubaus realitätsnahe Einblicke in das fertige Gebäude. Durch die softwarebasierte Simulation von Geometrie, Materialeigenschaften und Belichtung entstehen mittels des sogenannten Architekturrenderings fotoähnliche Bilder. „Über die digitale Modellierung und das Zusammenspiel von Licht und Schatten fängt die Methode die Atmosphäre eines Gebäudes ein – und erweckt so einfache Skizzen und Grundrisse zum Leben“, erklärt Jörg Papenkort, Leiter des Gebäudemanagements Kreis Viersen.

Die 3D-Visualisierungen ergänzen den digitalen und nachhaltigen Ansatz des neuen Kreisarchivs. Um möglichst ressourcenschonend zu bauen, wurde für die Planung und Dokumentation über das das Building Information Modeling (BIM) ein „digitaler Zwillings“ des Gebäudes erstellt. Darüber hinaus entsteht der Neubau nach den Prinzipien der zirkulären Wertschöpfung: Im Sinne einer Kreislaufwirtschaft sind alle verwendeten Materialen rückbaubar und wiederzuverwenden.

VonBenedikt Giesbers

BIM-Konferenz des Kreises Viersen: Digital Planen und Bauen

In der letzten Woche fand die zweite Veranstaltung unserer BIM-Reihe im Kreishaus in Viersen statt. Unter dem Motto „Digital Bauen mit BIM: Digital Planen und Bauen“ kamen wir mit Architekten und Mitarbeitern der Planungsbüros zusammen, um uns zum Building Information Modeling auszutauschen. Aufgrund der Corona-Pandemie allerdings mit nur wenigen Gästen bei uns im Kreishaus, dafür aber mit vielen Interessierten per Livestream.

Obwohl die BIM-Methode viele Vorteile hat, sind wir als Kreis Viersen einer der wenigen Vorreiter hinsichtlich der Nutzung. Um einen Erfahrungsaustausch unter den Kommunen sowie die Verbreitung der Methode zu fördern, haben wir eben jene BIM-Reihe ins Leben gerufen. Im Dezember folgt eine dritte Veranstaltung – dieses Mal mit den Herstellern und ausführenden Firmen.

„Wir haben mit BIM durchweg positive Erfahrungen gemacht. Dieses Wissen geben wir gerne weiter. Aktuelle Themen und neue Technologien leben vom Austausch.“ (Landrat Dr. Andreas Coenen)

Innerhalb der BIM-Methode werden alle relevanten Bauwerksdaten digital erfasst, modelliert und kombiniert. Alle Fachplaner erstellen dazu Informationsmodelle, welche für die Koordination und Integration in nur einem Modell überlagert werden. Durch die strukturierte Erfassung aller relevanten Informationen entsteht ein „digitaler Zwilling“ des Gebäudes, der über den Bau hinaus auch für den Gebäudebetrieb nutzbar ist. Mit dem Kreisarchiv entsteht aktuell unser erstes Gebäude, das unter Anwendung dieser Methode geplant wurde.

Nachhaltiges Bauen ist ein zentrales Element unserer Klimastrategie – unter anderem mit dem Ziel, im Jahre 2040 als Kreisverwaltung klimaneutral zu sein.

VonBenedikt Giesbers

Länderübergreifende Elektromobilität: SHAREuregio Unplug&Go auf Tour

Seit zwei Jahren läuft das Pilotprojekt SHAREuregio. Das Ziel: Ein zukunftsweisendes, rein elektrisches Car- und Bikesharing-System zu entwickeln und in der Grenzregion zu etablieren. Vor einigen Tagen ging die Elektroflotte in den Niederlanden und Deutschland auf Roadshow und machte auch vor dem Kreishaus in Viersen Halt. Wir haben gemeinsam mit der Gemeinde Niederkrüchten und der Stadt Tönisvorst die ersten E-Fahrzeuge entgegengenommen. Für unseren Fuhrpark sind das zunächst drei E-Autos. Insgesamt kommen in beiden Ländern aber 40 E-Autos und E-Bikes zum Einsatz.

Gestartet war die Tour im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche. Für das Projekt haben wir uns mit den Städten Mönchengladbach, Roermond und Venlo zusammengeschlossen. Weitere Beteiligte sind die NEW AG und die FH Aachen.

SHAREuregio – Landrat Dr. Andreas Coenen mit einem der Fahrzeuge für den Kreis Viersen.

In den letzten beiden Jahren wurde hinter den Kulissen viel gearbeitet: Von der wissenschaftlichen Grundlagenarbeit und einer Machbarkeitsstudie über die Umrüstung der Fahrzeuge, die zukünftig nur per App bedient werden, bis hin zur Erarbeitung eines Geschäftsmodells und der Anpassung der jeweiligen Sharing- und Ladesysteme.

Wie geht es weiter? Nach einem erfolgreichen Start von SHAREuregio in Roermond, testen wir (zusammen mit Niederkrüchten und Tönisvorst) die E-Fahrzeuge als Teil unseres Fuhrparkes. Anschließend sollen auch alle Bürger abends und an den Wochenenden die Gelegenheit bekommen, das E-Auto für Fahrten zu nutzen.